Ein neues Schloss für Geisenheim

Geisenheim wird immer attraktiver in Sachen Shopping. Jetzt hat sogar ein neues Schloss in der Innenstadt eröffnet – genauer gesagt das kleine Nähschloss.

Bei der Neueröffnung am Lindenplatz handelt es sich um eine kleine feine Co-Produktion. Hier finden wir nämlich ab sofort zwei charmante Läden in einem.

Auf der einen Seite das kleine Nähschloss mit einer bunten Auswahl an entzückenden Kindersachen – von Kleidungstücken über Haarbänder bis hin zu flauschigen Decken und Kuschelkissen. In den fröhlichsten Farben präsentieren sich die schönen Stücke und verbreiten gute Laune. Und das besondere: alles Unikate, selbstgeschneidert von Nähschloss-Herrin Mandy Geppert.

Auf der anderen Seite des Ladengeschäfts bietet das Restaurant Zwei und Zwanzig vegane Produkte an. So kann man die köstlichen Gerichte, die man im Restaurant nebenan genossen hat, sogar selbst nachkochen. Von Gewürzen und Ölen über Kühlprodukte bis hin zu alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken bietet das neue Geschäft ein stattliches Sortiment.

Und die Bilder in großartig, auf alt gemachten Bilderrahmen, die den Raum schmücken, kann man ebenfalls käuflich erwerben.

Was mir besonders gut gefällt: Restaurant und Laden sind mit einem Durchgang direkt miteinander verbunden. Da kann man sich auch mal auf einen Kaffee und ein Stück Kuchen in den Laden setzen und genussvoll das ansprechende Ambiente genießen.

Einfach mal vorbeischauen und stöbern – ich hab mich schon in eine zauberhafte Decke verliebt und ein Auge auf die vielen Gin-Sorten geworfen.

Ist Rheingau Kulturland?

Seit ich im und über den Rheingau blogge komme ich mit vielen Rheingauern und Kulturschaffenden in Kontakt und somit auch mitten in die Diskussion um das „Kulturland Rheingau“. Das Logo gibt es seit etwa zwei Jahren, seitdem wird diskutiert. Ist der Rheingau Kulturland? Auf jeden Fall bietet der Rheingau jede Menge Kultur, insofern ja. Ob es das einzige ist, was den Rheingau ausmacht, wohl eher nein.

Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Blogparade zum Thema Mein Sommer: Zwischen Brotjob, Kultur und Ferien. Und weil das so gut passt, hab ich mich entschieden erstmals an einer solchen Blogparade teilzunehmen.

Los geht’s: Mein Sommer: Zwischen Brotjob, Kultur und Ferien

Ferien hatte ich noch keine, die gibt’s Ende August. Meinem Brotjob in der besten Werbeagentur der Welt bin ich diesen Sommer nachgegangen wie auch schon im Frühling und Winter. Von meinen wunderbaren Kulturerlebnissen diesen Sommer möchte ich berichten:

#1 Erwanderung des Klostersteigs

Absolutes Highlight meines Sommers – zwei Frauen, zwei Hunden, zwei Tage lang unterwegs auf dem 30 Kilometer langen Klostersteig quer durch den Rheingau. An sechs wunderschönen Klöstern Rast gemacht und unsere Pilgerstempel abgeholt. Ein wunderbarer Marsch von Kloster Eberbach bis nach Aulhausen – mit faszinierenden Ausblicken und Eindrücken. Absolut empfehlenswert.

#2 Musikfestivals

Das Rheingau Musik Festival ist für mich Pflicht – ich gönne mir jedes Jahr mindestens zwei Veranstaltungen. Im letzten Jahr kam ich sogar in den Genuss von fünf – aber nur weil meine armen Eltern krank wurden. Ich liebe die Locations wie zum Beispiel die Seebühne auf Schloss Vollrads, den Cuvéehof im Schloss Johannisberg oder auch den Baiken in Eltville. Die Art der Veranstaltung ist beinahe zweitrangig – ich genieße Klassik genauso wie Jazz oder Kabarett.

Ein weiteres musikalisches Highlight war der Besuch des Musikfestivals Heimspiel Knyphausen in Eltville-Erbach – ein absolut entspanntes Festival, wo Kind und Kegel zusammenkommt, das traumhafte Ambiente des Gutsparks genießt, auf Decken liegend der Musik lauscht und Wein schlürft. Etwas tumultiger geht’s auf dem Musikfestival Tropen Tango in Wollmerschied ab.

 

# 3 Sommerlektüre

Gerade habe ich mir in der Oestricher Buchhandlung Idstein (ja, auch da kann man online bestellen!) die Krimikomödie Nur über unsere Leichen bestellt. Die Autorinnen leben alle im Rheingau oder unmittelbarere Nähe. Und wenn die Story auch im Weinland Mittenrhein spielt, erinnern die Beschreibungen doch stark an den Rheingau.

#4 Kulturschaffende

Und ich liebe es, Rheingauer Kulturschaffende zu treffen. Die meisten von ihnen vereinen sich im Rheingauer Kulturnetzwerk, das insbesondere von so wunderbaren Persönlichkeiten wie Ulrich und Ulrike Bachmann und auch Andrea Nusser und Volker Ostermann unterstützt wird.

Ein ganz besonderes Erlebnis war die Kunstaktion zum Lutherjahr von Michael Apitz als er sein Luther-Gemälde in der Wiesbadener Marktkirche mit Hilfe der anwesenden Gäste zusammenbaute.

Immer wieder schön sind die Bilder des Rheingauer Freizeit-Fotografen Thomas Weinsheimer, zu bewundern unter anderem auf seiner Webseite.

Auch ganz toll und empfehlenswert: die Kurse bei der Künstlerin Sitta Derstroff in ihrem Geisenheimer Atelier Sittart. Sitta bietet u.a. Kindermalkurse, aber auch spezielle Kurse zum Einstieg ins Wochenende, sozusagen Malen zum Entschleunigen.

Hervorheben möchte ich mein Treffen mit Esther Pscheidt, die unter dem Namen Holzwurm – schönes aus Treibholz schafft. Mittlerweile verschönern ihre Objekte diverse Hotels, Restaurants und Weingüter im Rheingau.

Und meine wunderbare lieben Freundin Nina unterstütze ich gerne bei ihrem Upcycling-Wertstücken, sie zaubert zum Beispiel aus alten Weinkisten neue Möbel und tolle Kunstwerke aus Weinbauabfällen.

Immer wieder stelle ich fest, wie wunderschön es ist, hier im Rheingau leben zu dürfen – da ist es doch ganz egal ob wir uns als Weinregion, Kulturland, Reiseregion, Schlemmerregion oder historisches Wunderland positionieren. Rheingau ist Kulturland – aber der Rheingau ist halt auch noch so viel mehr. Müsste ich dem Rheingau einen Stempel aufdrücken wäre es dieser: „Lieblingsregion Rheingau“.

Dieser Text gehört zur Blogparade Mein Sommer: Zwischen Brotjob, Kultur und Ferien von Bloggern rund um Wiesbaden. Kulturmacher*innen, die sich dieser Aktion anschließen wollen, finden die Teilnahmebedingungen hier.

Holzwurm – Kunststücke aus Treibholz

Esther Pscheidt liebt Holz. Sie liebt es, dem Holzstück, egal ob groß oder klein, neues Leben oder gar einen neuen Nutzen einzuhauchen. das macht sie mit ihrem handwerklichen Geschick und mit ganz viel Leidenschaft und Seele. Esther Pscheidt ist der Holzwurm. Unter dem Namen hat sie sich im Rheingau inzwischen schon einen Namen gemacht. So manches Hotel oder mancher Ladenbesitzer schmückt sich bereits mit ihren Kunststücken. Die meisten sind aus gesammelten Treibholz direkt aus dem Rhein gefertigt.

Holzwurm Esther war schon immer eine werkfreudige Bastlerin. Als Kind schaute sie lieber ihrem Vater in der Werkstatt als der Mutter in der Küche zu. Ein schönes neues Werkzeug bereitet ihr mehr Freude als ein dekoratives Accessoires. Holzwurm eben.

Dass sie mit Herz und Seele dabei ist merkt man wenn sie von ihren Arbeiten erzählt. In jedem Stück steckt ein Teil von ihr. Massenanfertigung wäre für Esther niemals ein Thema. Und von ihren Stücken trennt sie sich nur ungern – sie muss spüren, dass der Käufer das gute Stück ebenso zu wertschätzen weiß wie sie selbst.

In ihrem Bungalow etwas außerhalb von Lorch hat sich der Holzwurm ein kleines Paradies aus Werkstatt und Lebensraum geschaffen. Mit Rat, Tat und ganz viel Ansporn unterstützt von dem Mann an ihrer Seite, Stefan. Der hilft mit beim Sammeln und Schleppen des Holzes, ist aber ebenso Sparringpartner wenn es darum geht, die Ideen für ein neues Kunststück abzuwägen.

Ob Kunstwerk oder praktisches Möbelstück – Ester Pscheidt sprüht vor Ideen, wenn es darum geht aus Treibholz etwas schönes zu gestalten. Gerne kommen auch mal andere Materialien zum Einsatz, wie zum Beispiel Rheinkiesel. Aus denen fertigt sie gerade eine neue Tischoberfläche an. Überhaupt: alte Möbel verzaubert sie auch gerne in ein neues Leben. So faszinierend wie ihre Werke so wundervoll sympathisch ist die Künstlerin. Wer Glück hat trifft sie auf dem ein oder anderen Fest oder Markt im Rheingau – aber sie freut sich sicherlich auch über direkte Kontaktaufnahme.

  

 

Wochenendtipps mit Poesie

Eine Blog-Leserin hat mich auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht – ich war selbst noch nicht da, aber da es so schön klingt, hab ich mich ein bisschen informiert und versuche vorbeizuschauen. Die Veranstaltungsreihe trägt den wunderschönen Namen An den Ufern der Poesie und findet vom 11. bis 20. August über mehrere Orte verteilt statt.

Es handelt sich hier um ein Theaterprojekt des Frankfurter Theater Willy Praml in Zusammenarbeit mit der Stadt Bacharach. Das ist zwar auf der andere Rheinseite, aber ab und zu lohnt sich der Blick da rüber. Außerdem erstreckt sich die Veranstaltung auch bis nach Lorch, womit der (Rheingau)Kreis wieder geschlossen ist.

Freut euch also auf eine Entdeckungsreise von Bacharach ausgehend nach Lorch und Oberwesel mit Theater, Konzerten und szenischen Lesungen, die einer Epoche der deutschen und europäischen Kultur nachspüren. Ein theatralisches, musikalisches, literarisches Festival im UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal. Das diesjährige Programm reicht von den Frühromantikern bis zu Heinrich Heine. Und so vielfältig das Programm sind auch die Spielorte: Weinkeller, Lagerhallen, Rheinufer, Kirchen und Ruinen, an denen der romantische Geist von Heine, Novalis, Goethe, Schubert und vielen anderen lebendig werden soll.

Das Festival beinhaltet insgesamt 8 Veranstaltungen vom 11. bis 20. August 2017. Die Termine im Überblick findet ihr hier.

 

Und wenn ihr schon in Lorch seid, dann hab ich noch einen Straußwirtschaft-Tipp für euch: ab dem 11. August und den folgenden beiden Wochenenden öffnet das Weingut Weiler seine Tore und lädt zur Sommer-Straußwirtschaft. Die entzückende Carolin Weiler und ihr Vater Richard fachsimpeln mit Euch über die bevorstehende Weinlese, während die Gäste den Wein und leckere Wildgerichte schlemmen. Öffnungszeiten Freitag/ Samstag/ Sonntag ab 17.00 Uhr.

Echt Bio aus dem Rheingau

Kennt ihr schon die Königs aus Stephanshausen? Eigentlich sollte ich das lieber für mich behalten. Aber da ich nun mal blogge und euch an all meinen Entdeckungen teilhaben lasse, erfahrt ihr jetzt von den leckersten Wildspezialitäten und vor allem der weltbesten Wildleberwurst. Und die stammt natürlich aus dem Rheingau. Veganer und Vegetarier weghören!

Entdeckt habe ich sie bei meiner lieben Freundin Eva, die sie geschenkt bekommen hat. Und ich hab ihr die Dose leer geleckt. Noch cooler ist aber die Story zur Leberwurst:

Die wird nämlich in Eigenherstellung in Stephanshausen vom Jäger selbst hergestellt. Also eigentlich von den Jägern, der Christine und dem Jürgen König. Die betreiben jetzt seit fast zwei Jahren das Landgasthaus König. Dort kann man übernachten (hab ich auch schon getan während meiner Klostersteigtour) und schlemmen. Aber so richtig!

Freitags schmeißen die Königs den Grill an, da gibt’s frisches Wildschwein und Rotwild direkt vom Grill. Dazu ein herrliches Salatbuffet. Und Wein. Alles regional und aus heimischer Herstellung. Dieser Aspekt liegt den Königs besonders am Herzen. Sie wollen keine Massenproduktion sondern hochwertige Nahrungsmittel herstellen, die gut schmecken und richtig Energie liefern. Wie zum Beispiel das leckere Dinkelbrot, zu 100% aus Dinkel, ohne jeglichen Weizen. Basis ist Bio-Dinkel aus Presberg.

 

 

 

 

 

Das Brot backt Christine König immer freitags – wer zuerst kommt, kriegt was ab. Vorbestellungen gibt’s nicht. Meist ist das Brot um 10 Uhr schon ausverkauft. Wer keins abbekommen hat, hat vielleicht bei den selbstgemachten Nudeln Glück. Dinkel-Spirelli zum Beispiel.

Und für die Fleischfans unter euch – man kann noch viel mehr als Leberwurst bei den Königs erwerben und mit nach Hause nehmen: Bratwurst, Lyoner, Hirschschinken, Wildschweinschinken und noch mehr. Die gesamte Auswahl könnt ihr euch hier anschauen. Oder einfach vorbeikommen und quer durch die Karte schlemmen.

Weitersagen! 

Knorzelstube in neuen Räumen

Die Knorzelstube ist umgezogen! Immer noch in Geisenheim, aber jetzt mittendrin. Direkt am Dom. Mit ein bisschen mehr Platz und gemütlicher Sitzecke drinnen.

Neue Adresse: Römerberg 7, 65366 Geisenheim

Das Angebot an leckeren selbstgemachten Chutneys, Brotaufstrichen und Saucen ist das gleiche. Und das Ambiente ebenso bezaubernd wie am alten Standort bei der Waas’schen Fabrik.

 

img_5719

 

Inhaberin Hilde Seitz-Meißner steht so oft sie kann am Herd und zaubert neue Produkte. Oft bleibt auch Zeit für einen Kuchen, den man beim Shoppen in ihrem Laden zusätzlich genießen kann.

 

Die Knorzelstube ist das Einkaufsparadies für Gourmets und Genießer und für alle, die auf der Suche nach schönen Geschenken sind. Oder Mitbringseln aus dem Rheingau.

Mit der Knorzelstube in Geisenheim hat Hilde Seitz-Meißner ein kleines Lecker-Schmecker-Wohlfühl-Paradies geschaffen. Neben vielen leckeren Sachen gibt’s auch viel Dekoratives zum Verschenken und Selber-behalten.

Finden tut hier jeder was – auch Weine regionaler Winzer sind dabei. Stöbern lohnt sich – und bald gibt’s auch gemütliche Sitzmöglichkeiten vor dem Laden.

 

 

 

img_5720

 

Dinner in weiß

Ob Diner en blanc, Dinner in white, Party in weiß – alles Name für Sache. Die Idee: viele Menschen treffen sich zu einem edlen Picknick in weiß Die Garderobe ist weiß, ebenso die Tischdecken, das Geschirr, die Servietten. Dazu fein angestimmt Leuchter und Besteck in Silber, weiße Kerzen, gerne auch weiße Blumendeko: Manche gehen sogar soweit und bringen ausschließlich weiße Speisen mit: Camembert, weiße Cremes, weiße Torten, Brot und Wein.

Im Rheingau finden mehr und mehr solcher Diner en blanc-Veranstaltungen statt. In Eltville treffen sich schon seit vielen Jahren Gruppen von Freunden am Rheinufer zu einer Party in weiß. An diesen Abenden wird nicht nur gemeinsam geschlemmt, sondern auch stets für einen guten Zweck gesammelt und gespendet. Der gute Zweck steht bei den meisten dieser privaten Veranstaltungen im Vordergrund.

Das Dîner en blanc ist mittlerweile zu einem weltweiten Phänomen geworden. Seinen Ursprung hat das kulinarische Großereignis in Paris. Der Franzose Francois Pasquier verlegte im Sommer 1988 seine überfüllte Gartenparty spontan in den nahegelegenen Park Bois de Boulogne. Das außergewöhnliche Picknick kam als Dinner in White so gut an, dass man sich seitdem jedes Jahr im Juni aufs Neue zum gemeinsamen Dinner trifft, darunter an berühmten Pariser Orten wie dem Innenhof des Louvre oder der Avenue des Champs-Élysées.

Im Gutspark Baron Knyphausen findet am kommenden Wochenende 5./6. August eine öffentliche Just White Picknick Party statt. Da gibt’s dann edle Picknickkörbe, gefüllt mit Wein und Schmaus, die man am besten vorab reserviert. Die Weinlounge 1141 wird ebenfalls im Motto „Just White“ dekoriert und die Gäste mögen sich doch bitte ganz in Weiß kleiden. Dazu gibt’s am Samstag Live Musik von „A lot of Bossa & All that Jazz“ aus Frankfurt. Mehr Infos hier.

Am 31. August findet die Party Just in White am Niederwald statt. Auch hier lautet der Dresscode ganz in weiß. Gäste in Weiß parken an diesem Abend kostenfrei und erhalten beim Lösen eines Tickets an der Seilbahn Talstation 1 Pikkolo pro 2 Gäste kostenfrei. Die Seilbahn fährt bis 23:00 Uhr. Musik gibt’s natürlich auch hier: ab 18 Uhr DJ Michi und ab 20 Uhr Dominik Thomas.

Und natürlich könnt ihr auch einfach eure ganz privaten, spontanen weißen Dinner organisieren, das macht Spaß, und wenn dann auch noch für einen guten Zweck gesammelt wird, tut man auch noch gutes.

 

Tropen Tango im Rheingau

Am ersten August-Wochenende tobt der Tango in Wollmerschied. Wer Wollmerschied nicht kennt: das ist ein Ortsteil von Lorch im Rheingau. Und da findet jedes Jahr und so auch 2017 wieder das Musikfestival Tropen Tango statt: Im magischen Dreieck zwischen Natur, Freunden und mitten im Sound. 5 Bühnen, Kultur auf dem Acker mit Kleinkunst und Workshops, WandelWald mit Wandlungspforten, Giraffen im Wald, Kinderspace und jede Menge Mucke.

Ich gestehe, ich war auch noch nicht da – aber ich hab ein paar Kumpels, die sind Musik- und Festival-süchtig, Dauerbesucher bei Rock am Ring und anderen ähnlichen Veranstaltungen. Die haben mir vom Tropen Tango vorgeschwärmt.

Vorletztes Wochenende hat mich schon das Musikfestival Heimspiel Knyphausen in Eltville-Erbach begeistert. Als meine Mutter die Bilder davon sah fühlte sie sich an Woodstock erinnert. Ich find’s klasse, dass wir neben dem eher klassisch-konservativen Rheingau-Musik-Festival auch solche alternativen Festivals zu bieten haben. Und der Tropen Tango scheint mir besonders alternativ zu sein.

Zur Einstimmung empfehle ich die Facebook-Seite der Veranstalter. Und eine Übersicht der erwarteten Künstler gibt’s auf der Webseite.  Zudem findet ihr auf Youtube jede Menge Videos aus den Vorjahren.

   

Übrigens suchen die Macher noch Unterstützung – ihren Aufruf will ich mit euch teilen. Vielleicht finden sich hier ja noch ein paar Interessenten.

Das Boot ist noch nicht voll!
Dieses Festival wird gemacht von vielen Musikfans & Action-Freaks
da kannst DU auch dabei sein!
Jeder kann mitmachen, ob Kartoffeln schälen, ein Schloß bauen oder was völlig Neues erfinden!
Dafür gibt’s garantiert keine Kohle, vielleicht ne Anstecknadel, auf jeden Fall aber mehr zu futtern als ein Astronautenfrühstück, neue Freunde, ne hotte Zeit, jede Menge Geschichten…
…und das Tropen-Tango-Festival 2017 !!!

Wer kann – hingehen! Solche coolen Veranstaltungen müssen besucht und unterstützt werden. Folgt dem Aufruf der Tropentangotänzer:

Wir sind ein sehr junges Festival, ein zartes Pflänzchen, auf einsamen Höhen den rauen Winden ausgesetzt. Dieses Festival-Pflänzchen braucht Schutz und Pflege, liebevolle Aufmerksamkeit ( social awareness ) und Förderung. Deswegen bitten wir alle daran mitzuhelfen – als Organisation, als Gast und Gästin, als Mitbürger und soziales Umfeld. Kunst und Feste gehören zusammen, gute Stimmung kommt nicht aus der Retorte, gutes Klima, gute Gegend auch nicht. Wir möchten alle Beteiligten ermuntern alles zu tun, was zum Gelingen unserer 3 glorreichen Tage beiträgt.  3 Tage für’s Glück. Und Frieden.

Ausflug zum Wispersee

Foto: DigiAtel Heibel

Die Rheingauerin Petra Weiler ist leidenschaftliche Mountainbikerin und Bike Guide. In ihrem Blog berichtet sie über ihre vielen tollen Touren in und um den Rheingau. Eine davon geht an den Wispersee – ein 200 Meter langer Stausee in der Nähe von Heidenrod. Und auf diese Tour will ich euch hier Lust machen.

Ein bisschen was zur Lage des Wispersees: der nächste Ort ist Wisper, das viertkleinste Dorf von Heidenrod. Der Wispersee liegt westlich des Ortes.Wisper liegt zwei Kilometer von der Wisperquelle entfernt in Hanglage oberhalb des südlichen linken Ufers der Wisper. Wir befinden uns hier an der Grenze des Wispertaunus. Umgeben ist Wisper vom Mappershainer Kopf im Norden, dem mit 548 Meter höchsten Berg des westlichen Hintertaunus, dessen südliche Schulter als Wisperer Kopf auf den Ort herabblickt, während im Süden der Röderkopf und im Osten die Platte liegen.

Die Radtour zum Wispersee hat es in sich: Petra vergleicht sie mit einer kleinen Alpenetappe. Startpunkt ihrer Tour ist Oestrich-Winkel – es gilt 750 Höhenmeter und 33 Kilometer bis zum Wispersee zu bewältigen. Die Strecke geht über die Wickersheller Brücke, die Wisperstraße entlang, bietet viele Serpentinen und belohnt schließlich mit einem wunderschönen Rastplatz am Wispersee zwischen Wiesen und Bäumen.

Rückwegs geht es am linken Ufer der Wisper entlang hinauf zum Schmandkopf, runter nach Niedergladbach und wieder bergauf zum Erbacher Forsthaus. Schließlich dann über die Hallgarter Zange zurück nach Hause. Wenn ihr das geschafft habt, werdet ihr wohlig ermattet und sehr glücklich sein.

Die detaillierte Beschreibung der schönen Tour findet ihr hier. Und wer nicht allein fahren will, der nimmt einfach mit Petra Kontakt auf.

Liebe Petra – vielen Dank für die Bereitstellung deiner Bilder (sind auch alle auf Petras Blog zu finden).

 

 

Gastronomie mit Blick auf den Rhein

Nicht nur die Besucher des Rheingaus auch die Rheingauer selbst lieben es auf den Rhein zu schauen. Einer der schönsten Sätze, die der Eltviller Bürgermeister Patrick Kunkel mir gegenüber mal ausgesprochen hat war: „Ich sehe zu, dass ich den Rhein mindestens einmal jeden Tag zu sehen bekomme.“ Das ist doch ein schöner Gedanke. Danach hab ich meine Blicke auf den Rhein viel bewusster wahrgenommen.

Und damit jeder den Rhein auf schöne und möglichst genussvolle Art zu sehen bekommt, habe ich hier mal einige gastronomische Locations  zusammengestellt, die am Rhein liegen bzw. den Blick auf den Rhein gewähren (wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit – ergänzende Tipps sind willkommen):

Walluf
Der Weingarten vom Josef Becker ist wunderschön, vor allem im Hochsommer lässt es sich dort gut aushalten. Man bringt sein eigenes Essen mit oder bestellt sich Pizza bei den ortsansässigen Pizzabäckern. Wein und Wasser bekommt man vor Ort. Das Wallufer Hausboot kennen viele – die Schwabbel. Seit dem Besitzerwechsel war ich noch nicht wieder da, deshalb kann ich aktuell zur Qualität von Service und Essen nichts sagen, aber die Location selbst ist einzigartig.

Im Rheinpavillion befindet sich ein italienisch angehauchtes Restaurant mit sehr gemütlicher Terrasse und einem Service, der noch ein bisschen an Fahrt aufnehmen könnte. Essen gut! Und der Segelclub ist ein echter Geheimtipp. Nur wenige wissen, dass man auch als Nicht-Clubmitglied dort essen gehen kann. Der Blick in den Yachthafen weckt Urlaubsgefühle.

 

Eltville
In Eltville genießt man den Rheinblick besonders schön in der Burg Crass, etwas ungezwungener beim Schoppen im Anleger 511 oder sehr lecker und rustikal im Weinhaus Krone (Lieblingsrestaurant einiger meiner Rheingauer Freunde).

Erbach
In Erbach wird’s schon ein bisschen schwieriger, weil ab hier die Bundesstraße parallel zum Wasser verläuft. Der Blick auf den Rhein ist gerade so noch gewährt, wenn auch nicht ganz frei und unbeschwert. Wie zum Beispiel bei Zum jungen Oetinger, wo es sehr leckeres italienisches Essen gibt (weniger Pizza, mehr so die feine Küche) und man als Hundehalter sehr, sehr freundlich begrüßt wird.

Hattenheim
Traumlocation in Hattenheim ist das Weingut Schönborn – am Wochenende leider meist überlaufen, Sonntags kann man dort ganz wunderbar frühstücken, und bei dem Blick auf den Rhein lohnt sich auch mal die ein oder andere längere Wartezeit. Die Vinothek ist übrigens wunderschön gestaltet. Direkt nebendran ist das Restaurant Rheinblick, hier ist ein Platz auf der Terrasse sehr empfehlenswert, der Blick ist unbezahlbar.

Wer hoch hinaus will, dem sei das Restaurant im Hotel Rebhang in Hallgarten empfohlen. Traumhafter Weitblick, unbedingt auf der Terrasse sitzen.

Oestrich-Winkel
Im Hotel Schwan gibt’s leider kein Restaurant mehr, dafür aber ein Café, das eine köstliche Currywurst serviert. Ich bin eher ein Fan der Kuchen, aber wer’s deftig mag, kommt hier auch auf seine Kosten. Zwar trennt auch hier die Straße die Location vom Rheinufer, aber das Glitzern des Rheins bei Sonnenschein lässt sich hier bequem genießen.

Geisenheim
Hier wird das Urlaubsgefühl besonders groß – so geht es mir zumindest wenn ich im Bootshaus oder in der Strandperle mit Weinstrand bin.

Rüdesheim und Assmannshausen muss ich erstmal auslassen. Nicht etwa weil ich da nichts mag, sondern weil ich schlicht und einfach noch nicht dazu gekommen zu testen, welche Locations da alle Rheinblick haben. Tipps nehme ich gerne entgegen und versuche hier noch diesen Sommer zu ergänzen.

Lorch
Direkten Blick auf’s Wasser bieten hier die Terrassen vom Weingut Ottes sowie vom Weingut Altenkirch. An beiden bin ich bislang nur vorbei gepilgert und hab noch nicht die Zeit zum Einkehren gefunden. Das hol ich aber noch ganz bald nach. Immerhin hab ich schon von den Weinen getrunken.