Gastronomie mit Blick auf den Rhein

Nicht nur die Besucher des Rheingaus auch die Rheingauer selbst lieben es auf den Rhein zu schauen. Einer der schönsten Sätze, die der Eltviller Bürgermeister Patrick Kunkel mir gegenüber mal ausgesprochen hat war: „Ich sehe zu, dass ich den Rhein mindestens einmal jeden Tag zu sehen bekomme.“ Das ist doch ein schöner Gedanke. Danach hab ich meine Blicke auf den Rhein viel bewusster wahrgenommen.

Und damit jeder den Rhein auf schöne und möglichst genussvolle Art zu sehen bekommt, habe ich hier mal einige gastronomische Locations  zusammengestellt, die am Rhein liegen bzw. den Blick auf den Rhein gewähren (wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit – ergänzende Tipps sind willkommen):

Walluf
Der Weingarten vom Josef Becker ist wunderschön, vor allem im Hochsommer lässt es sich dort gut aushalten. Man bringt sein eigenes Essen mit oder bestellt sich Pizza bei den ortsansässigen Pizzabäckern. Wein und Wasser bekommt man vor Ort. Das Wallufer Hausboot kennen viele – die Schwabbel. Seit dem Besitzerwechsel war ich noch nicht wieder da, deshalb kann ich aktuell zur Qualität von Service und Essen nichts sagen, aber die Location selbst ist einzigartig.

Im Rheinpavillion befindet sich ein italienisch angehauchtes Restaurant mit sehr gemütlicher Terrasse und einem Service, der noch ein bisschen an Fahrt aufnehmen könnte. Essen gut! Und der Segelclub ist ein echter Geheimtipp. Nur wenige wissen, dass man auch als Nicht-Clubmitglied dort essen gehen kann. Der Blick in den Yachthafen weckt Urlaubsgefühle.

 

Eltville
In Eltville genießt man den Rheinblick besonders schön in der Burg Crass, etwas ungezwungener beim Schoppen im Anleger 511 oder sehr lecker und rustikal im Weinhaus Krone (Lieblingsrestaurant einiger meiner Rheingauer Freunde).

Erbach
In Erbach wird’s schon ein bisschen schwieriger, weil ab hier die Bundesstraße parallel zum Wasser verläuft. Der Blick auf den Rhein ist gerade so noch gewährt, wenn auch nicht ganz frei und unbeschwert. Wie zum Beispiel bei Zum jungen Oetinger, wo es sehr leckeres italienisches Essen gibt (weniger Pizza, mehr so die feine Küche) und man als Hundehalter sehr, sehr freundlich begrüßt wird.

Hattenheim
Traumlocation in Hattenheim ist das Weingut Schönborn – am Wochenende leider meist überlaufen, Sonntags kann man dort ganz wunderbar frühstücken, und bei dem Blick auf den Rhein lohnt sich auch mal die ein oder andere längere Wartezeit. Die Vinothek ist übrigens wunderschön gestaltet. Direkt nebendran ist das Restaurant Rheinblick, hier ist ein Platz auf der Terrasse sehr empfehlenswert, der Blick ist unbezahlbar.

Wer hoch hinaus will, dem sei das Restaurant im Hotel Rebhang in Hallgarten empfohlen. Traumhafter Weitblick, unbedingt auf der Terrasse sitzen.

Oestrich-Winkel
Im Hotel Schwan gibt’s leider kein Restaurant mehr, dafür aber ein Café, das eine köstliche Currywurst serviert. Ich bin eher ein Fan der Kuchen, aber wer’s deftig mag, kommt hier auch auf seine Kosten. Zwar trennt auch hier die Straße die Location vom Rheinufer, aber das Glitzern des Rheins bei Sonnenschein lässt sich hier bequem genießen.

Geisenheim
Hier wird das Urlaubsgefühl besonders groß – so geht es mir zumindest wenn ich im Bootshaus oder in der Strandperle mit Weinstrand bin.

Rüdesheim und Assmannshausen muss ich erstmal auslassen. Nicht etwa weil ich da nichts mag, sondern weil ich schlicht und einfach noch nicht dazu gekommen zu testen, welche Locations da alle Rheinblick haben. Tipps nehme ich gerne entgegen und versuche hier noch diesen Sommer zu ergänzen.

Lorch
Direkten Blick auf’s Wasser bieten hier die Terrassen vom Weingut Ottes sowie vom Weingut Altenkirch. An beiden bin ich bislang nur vorbei gepilgert und hab noch nicht die Zeit zum Einkehren gefunden. Das hol ich aber noch ganz bald nach. Immerhin hab ich schon von den Weinen getrunken.

Restaurants montags geöffnet

Der Rheingau hat oftmals den Ruf, dass montags fast alle Restaurants und Ausgeh-Locations geschlossen sind. Schon oft hab ich gehört, dass Freunde und Bekannte nicht wussten, wo sie sich an einem Montagabend treffen können.

Aber ganz so schlimm ist es nicht. Ich habe mich auf Spurensuche begeben, die Ohren offen gehalten, nachgefragt und recherchiert – es gibt sie, die Gutsschänken, Restaurants und dergleichen Lokalitäten, die uns auch an einem wonnigen Montag mit Speisen und Getränken samt gemütlicher Atmosphäre verwöhnen. Ihr müsst also nicht an der Tankstelle einkaufen und euch auf eine kalte Mauer setzen oder gar zuhause bleiben.

Hier einfach mal querbeet eine erste Auswahl von zehn Locations, die montags geöffnet haben…Liste wird sukzessive ergänzt. Ihr dürft mir gerne dabei helfen – einfach eure Kenntnisse unten per Kommentar mit mir und allen Lesern teilen:

Das Alta Villa in Eltville bietet eine gelungene Mischung aus italienischen und deutschen Speisen. Im Innenhof sitzt man sehr schön und wochenends wird da derzeit gegrillt..

Immer wieder gemütlich ist die zum Weingut Belz gehörende Rieslingscheune in Eltville. Auf der Karte stehen ein paar außergewöhnliche Flammkuchen, die man mal probieren sollte. (Haben bis Ende August Sommerpause.)

Das Weinbistro Altes Rathaus Oestrich bietet eine gute Mischung aus feiner und rustikaler Küche. Hier sitze ich sowohl drinnen als auch draußen sehr gerne.

Freunde von mir schwärmen von der Zehntenhofschänke/Fraund’s Restaurant im Zehntenhof in Winkel: eine exklusivere Location, aber das Essen ist seinen Preis wert. Ich muss da jetzt auch endlich mal hin.

Zum Grüner Baum in Oestrich gehen sowohl Rheingauer als auch Besucher gerne.

Gut-bürgerlich und schön schnitzellastig geht’s bei Fetzers Weinstübchen in Oestrich zu.

Bei Allendorf im Brentanohaus in Winkel mag ich vor allem den Garten. Und dass man beim Toilettenbesuch wunderschön vorgetragenen Goethetexten lauschen darf (ich weiß nicht ob das immer ist, war aber so als ich dort war).

Im Bootshaus in Geisenheim isst man nicht nur lecker, man sitzt auch schön.

Klein und sehr fein ist das vietnamesische Bistro Than et Luc in Eltville direkt am Platz der deutschen Einheit. So frische Gerichte und dazu die leckere Limonade machen nicht nur im Sommer gute Laune.

Und schließlich noch ein Klassiker: das Piccolo Mondo in Eltville. Wenn ich mal Leber esse, dann am liebsten hier, schön mit Salbei. Ich muss mal wieder mit meinen Freundinnen Julia und Kerstin hin.

   

 

 

 

Kaffeeklatsch im Rheingau – die Cafés

Für alle Kaffeetanten und Kuchenkrümler, Schlemmermäulchen, Tortengourmets und Latte Lover – auch wenn’s im Rheingau meist um Wein und die dazu passende deftige Küche geht, die Süßmäuler unter uns kommen hier nicht zu kurz. Mit meiner lieben und langjährigen Freundin Christiane, ihres Zeichens ebenfalls ein Kaffee- und Kuchen-Junkie, hab ich mich auf auf Kaffee- und Kuchen-Tour begeben und meine Beute für euch zusammengestellt:

Fangen wir doch mal mit einem Traditionshaus an: dem Café Moser in Johannisberg. Hier bekommt ihr alles, was man von einem Kaffeehaus so erwartet. Im Sommer gibt’s auch leckeres Eis.

Nicht weniger traditionell ist das Café Frankenbach in Eltville. Die Einrichtung hat etwas nostalgisches und die Kuchen sind bekannt wie beliebt bei Alt & Jung.

Am bekanntesten und größten und wahrscheinlich mit der größten Kuchenauswahl ist das Café am Dom in Geisenheim, die Patisserie Pretzel. Neben Kaffeespezialiäten, einer großen Auswahl an Teesorten, Kuchen und Torten gibt’s auch herzhaftes und ebenso eine ordentliche Auswahl an Frühstücksvarianten. Ein Rund-um-Sorglos-Café sozusagen. „Fingerlicking good“ kommentierte einer meiner englischen Besucher nachdem er dort geschlemmt hatte.

Ein Klassiker ist auch das Caféhaus Schwab-Weichbrodt in der Eltviller Fußgängerzone. Hier trifft man viele Einheimische, gerne auch mal beim morgendlichen Kaffeegenuss.
(Adresse: Café & Konditorei: Schwalbacher Str. 12/14, 65343 Eltville)

Im Sommer wird’s hier bestimmt besonders schön: das Café Ginkgogarten in Kiedrich liegt in einer Art Hofreite. Dass ich hier den Chai Latte ganz besonders mag, hatte ich schonmal an anderer Stelle erwähnt.

An den Wochenenden und an Feiertagen ist das Café im Hotel Schwan in Oestrich geöffnet – im Sommer auch auf der Terrasse. In dem ehrwürdigen Hotel-Café (das Hotel wurde 1628 erbaut) werden sowohl süße als auch herzhafte Leckereien angeboten.

Wer’s gut und vegan mag ist im Zwei und Zwanzig in Geisenheim immer bestens aufgehoben. Auch hier gibt’s eine schöne Auswahl für die Süßmäulchen unter euch.

Das Kaffee Kränzchen in Walluf besticht durch eine nette Inneneinrichtung, gute Kuchen und eine launisch-mürrische Chefin.

Mitten in der Altstadt von Eltville findet ihr das Café Glockenhof. Hier sitzt man sowohl drinnen als auch draußen sehr gemütlich und stillt seinen Kaffeedurst und Kuchenhunger.

Supersüßes Ambiente, nette Bedienung und tolle Kuchen findet ihr in Frauenstein im kleinen, aber feinen Cafe Del Festa.

Im Alten Rathaus/ Bistro in Oestrich wird seit April auch jeden Tag leckerer italienischer Kaffee ausgeschenkt. Dazu gibt’s eine kleine, feine Auswahl an Kuchen.

In Schlangenbad gibt’s ein süßes Café, der kleine Kuchenladen, der an ein ostfriesisches Teehaus erinnert. Egal ob zu Kaffee oder Tee – der Kuchen ist hier ausgesprochen lecker.

 

Sensationellen Möhrenkuchen gibt’s im Spritzenhaus in Eltville. Im Sommer sitzt man hier auf dem sonnigen Platz davor, gerne auch auf bunten Kissen, die auf den Treppen zum Platz der Deutschen Einheit verteilt werden.

Auch wenn die Knorzelstube in Geisenheim kein Café ist – der Kuchen hier ist legendär und Kaffee gibt’s auch. Und gemütlich ist obendrein.

 

Den besten Käsekuchen in Eltville gibt’s laut Aussage einer Rheingau-begeisterten Arbeitskollegin in der Burg Crass – zählt zwar nicht direkt als Café, aber wenn’s um richtig guten Kuchen geht, gehört diese Empfehlung auch hierhin.

Viel gelobt ist auch das Klostercafé in der Abtei Hildegardis. Das steht noch auf meiner Liste. Sobald ich da war, gibt’s Bilder und Erfahrungsbericht.

Aber meine Tour ist lange noch nicht abgeschlossen. Neuentdeckungen werde ich hier regelmäßig aktualisieren. Und über eure Tipps freue ich mich natürlich auch sehr.

 

 

 

 

 

 

Fine Sparklings – hier prickelt’s

In Kiedrich wird’s immer lebendiger. Nach Café Gingkogarten und dem Kiedricher Hof dürfen sich die Kiedricher und Kiedrichs Besucher über eine weitere spannende Location freuen.

Fine Sparklings – eine gelungene Mischung aus Kaffeebar und Vinothek, mit einem besonderen Fokus auf „Sparkling-Getränken“, also allem was prickelt, vorzugsweise hergestellt aus Trauben und mit einem gewissen Alkoholgehalt.

Zu finden ist die wunderschöne „Prickelthek“ in der Aulgasse 10. Die ist ab sofort immer donnerstags und freitags ab 12 Uhr bis ca. 22 Uhr für alle Freunde der Prickelgetränke, aber auch des Kaffees und des Weins geöffnet. Zudem kann die kleine an eine Hofreite erinnernde Location auch für Feste und Veranstaltungen angemietet werden.

Neben der Bar mit einem kleinen Esstisch ist vor allem der Gewölberaum mit großem Tisch und einer beeindruckenden Anrichte ein echtes Highlight.

Bei warmem Wetter fühlt man sich auf der Terrasse sehr wohl, spaziert oder blickt in den hübschen Garten und schaut auf das Wohnhaus der Besitzer.

Dort wohnt Gastgeberin Sabine Ratzer, die sich mit Fine Sparklings einen kleinen Traum erfüllt hat und sich nun auf viele fröhliche Gäste freut, um ihnen mit viel Begeisterung ihre kleinen Schätze zu servieren.

 

 

Bei Interesse an einer privaten Feier oder einer Business-Veranstaltung: einfach und unverbindlich auf Sabine Ratzer zugehen. Sie beantwortet gerne alle Fragen.

Zum Kaffee probieren kam ich selbst bei meinem ersten Besuch noch nicht – aber allein die grandiose Kaffeemaschine verspricht sinnlichen Kaffeegenuss. Und da Sabine selbst ein Genussmensch ist, hat sie meist auch ein paar leckere Kaffee- oder Kuchenstücke da.

Der Rotwein-König

Es war einmal ein König, der es sich schon als Junge in den Kopf gesetzt hatte, lieber Winzer als Geschäftsführer eines Baubetriebs zu sein. Dieser König war so fleißig, dass er sich bald schon einen Namen mit seinem ausgezeichneten Rotwein und seinem Weingut in Assmannshausen machte. Dieser König war der Robert König. Leider spielt das Leben aber nicht so wie die Märchen…denn leider lebt dieser König nicht mehr.

Dafür aber das Weingut. Darum kümmert sich die neue Königin. Naja, ich glaube sie hätte was dagegen, wenn man sie so nennt – das Weingut wird heute von Birgit Block, der Lebensgefährtin von Robert König, sowie Philipp König, Roberts Sohn, geleitet.

Die beiden sind dabei, die Tradition und den Erfolg Robert Königs fortzusetzen und das Weingut dabei auf moderne Pfade zu führen. Die neuen Weine haben stylische Etiketten bekommen, eine neue Internetseite ist in der Mache. Aber an vielen Traditionen wird festgehalten. So auch an den Schlemmerwochenenden im Mai bis Anfang Juni. Die Straußwirtschaft ist an den Wochenenden geöffnet – unbedingt besuchen.

 

Und vielleicht trefft ihr dann auch selbst Birgit Block und findet – genau wie ich – dass sie nicht nur eine wunderbare Winzerin sondern auch eine tolle Frau ist.

Ich selbst hatte die Freude Birgit Block im letzten Herbst bei einer Veranstaltung in Lorch kennenzulernen. Gleich am ersten Abend landeten wir mit einigen weiteren tollen Frauen in sehr lustiger und musikalischer Runde in der ortsbekannten Kneipe Troubadour. Was mir direkt an Birgit gefiel, war ihre Liebe und Begeisterung für ihr Weingut, den Rheingau und – als ich sie besuchte – für den kleinen charmanten Ort Assmannshausen.

Es ist immer wieder schön auf Menschen zu treffen, die ihre Heimat lieben. Birgit Block lebt diese Liebe, gemischt mit ihrer persönlichen Stärke und ihrem guten Humor ist sie für mich schon so etwas wie eine Königin.

 

Raritäten-Weinprobe für guten Zweck

Es war einmal ein Ehepaar, das gerne Weingüter besuchte und sich jeweils drei Flaschen von den Weinen, die ihnen schmeckten mit nach Hause nahmen. Über die Jahre haben sie die ein oder andere Flasche getrunken, aber eben nicht alle – mehr und mehr Flaschen lagerten im eigens dafür angemieteten Keller. Als der irgendwann geräumt werden musste, fanden sich dort über 40.000 Weinflaschen gereifter Weine.

Als es darum ging wohin mit dem Wein, fand sich der Winzer Martin Steinmann im Weinkeller von Schloss Sommerhausen, der sich der vielen Flaschen annahm. Aufgrund seiner zahlreichen Kontakte fanden schließlich einige dieser Flaschen ihren Weg zum Verein Wine saves life e.V., der eine Aktion der besonderen Art startete: Jeweils sechs Flaschen Wein aus der Sammlung werden als Überraschungspaket zum Preis von 80 Euro an Weinliebhaber verkauft. Der Erlös sowie alle Spendengelder des Vereins kommen Kinderhilfe-Projekten in der ganzen Welt zugute.

Wer Interesse an einem solchen Paket hat – die kann man direkt hier bestellen.

Das besondere für die neuen Weinbesitzer: sie dürfen regelmäßig an einer Art „Reifeprüfung“ teilnehmen. Das läuft dann so, dass jeder Käufer eines Überraschungskartons eine seiner Kuriositäten-Flaschen zu einer gemeinsamen Weinprobe mitbringt. Peter Weritz vom Winzerverein Rauenthal moderiert diesen spannenden und meist sehr unterhaltsamen Abend dann fachkundig und weinkompetent.

Eine solche Raritäten-Weinprobe durfte ich vor kurzer Zeit im Weingut Hans Lang-Kaufmann in Hattenheim erleben. In geselliger Runde und nach einer kulinarischen Stärkung war ich Zeuge von etwa 10 Flaschen-Öffnungen und Weinverkostungen. Da kamen schon sehr vielfältige Geschmackserlebnisse zutage. Spannend fand ich, wie viele der Weine aus den 90er Jahren doch noch sehr lecker schmeckten.

Schön auch als wir auf die Idee kamen, mal zu prüfen, ob es die Weingüter, von denen wir die Weine probieren, überhaupt noch gibt. Winzerin Eva Raps rief direkt eines der Weingüter in Franken an und wir freuten uns alle darüber, als sich herausstellte, dass das Weingut noch aktiv ist. Die angerufene Winzerin freute sich ebenso über unser Lob für die Rarität aus ihrem Hause.

Die nächste Raritäten-Verkostung für die Weinpakete-Besitzer findet am 11. Mai 2017 im Weingut Hans Lang – Kaufmann in Hattenheim statt. Anmeldung bei Eva Raps unter Tel. 06723-2475.

Notiz am Rande: Die Käufer der Pakete kommen aus der ganzen Bundesrepublik, sowie aus Österreich und der Schweiz. Wenn der Weg in den Rheingau  zu weit ist, vielleicht aber Interesse an einer solchen Probe in näherer Umgebung besteht, einfach Kontakt aufnehmen: info@winesaveslive.org.

Freuen auf die Schlemmerwoche

Bald geht’s wieder los!

Mein persönliches Highlight – die Rheingauer Schlemmerwoche 2017! Vom 28. April bis 7. Mai! Nur noch wenige Tage und wir können wieder von Weingut zu Weingut wandern, die neuen Weine probieren und Leckeres aus den verschiedenen Küchen genießen.

Worauf ich mich in jedem Jahr immer wieder freue:

Weingut Ernst in Eltville
und die Flusskrebs-Pasta vom Gosch

Weingut Hirschmann in Mittelheim mit seiner sehr familiären Atmosphäre und dem gemütlichen Innenhof – da geht’s übrigens schon am 20. April mit dem Schlemmern los!


Chat Sauvage in Johannisberg
mit herrlicher Lage und Blick aufs Schloss Johannisberg

Die Terrasse der Villa Gutenberg im Weingut Nägler in Winkel und dazu mein Lieblings-Riesling

Auf die Lounge und die Schlemmereien im Draiser Hof/ Knyphausen wo die kreative Nina Gänsler in diesem Jahr anläßlich der Schlemmerwoche ihre wunderschönen Upcycling-Produkte ausstellen und zum Verkauf anbieten wird.

Und im Weingut Spreitzer in Winkel gibt’s zu Wein und Worscht auch noch hervorragende Kunst: der Rheingauer Thomas Weinsheimer stellt dort während der gesamten Schlemmerwoche seine wunderschönen Rheingau-Aufnahmen  aus.

Und in diesem Jahr will ich unbedingt hierhin:

Karlo Dillmann in Geisenheim, weil der eine neue Lounge angekündigt hat

Weingut Robert König in Assmannshausen – weil mit Birgit Block ein Rotwein-Genusserlebnis versprochen hat

Weingut Hans Lang – Urban Kaufmann in Hattenheim, um die kulinarischen Highlights mit und ohne Käse zu erleben

Weingut Mohr in Lorch – mit Saynurs köstlichen türkischen Spezialitäten (die ich von einem ihrer Kochkurse schon kenne!)

Werk2 in Geisenheim – weil ich nur Gutes über die höre und es sich hier um ein sehr kreatives Team handelt, das sich jetzt auch mal an eigenes Craft Beer heranwagt.

 

Ich freu mich auf all die tollen Weingüter, die Menschen, die sie besuchen – Einheimische wie Gäste. Wir erwarten dieses Jahr Freunde aus Ostwestfalen – und die freuen sich auch schon sehr auf unsere Schlemmerwoche!

Das komplette Verzeichnis aller Teilnehmer findet ihr hier.

Neueröffnung: Kiedricher Hof

Aus dem Cafè Denne in Kiedrich ist der Kiedricher Hof geworden. Seit Mitte März ist das alte, schiefe Häuschen wieder mit Leben gefüllt. Viel zu lange stand es leer und drohte einfach nur traurig umzufallen. Aber das hat nun ein Ende.

 

Rita Schumacher und Felix Kuckein betreiben das Restaurant, das Kaffee- und Weingenuss verspricht. Wer’s von früher kennt: die Räume sind jetzt deutlicher heller und freundlich gestaltet, mit sehr schönen Lampen – geschmackvoll und gemütlich.

 

Die Speisekarte ist nicht riesig, aber sie bietet Abwechslung und für jeden Geschmack und jedes Hungergefühl das passende. Wir haben einen Salat, Ritas Burger und den hervorragenden Mangold-Strudel mit Ziegenfrischkäse bestellt. Begeisterung pur sowohl bei meinen Begleiterinnen als auch bei mir selbst.

Ich freue mich einfach immer wenn an deutlich ausgehungerten Stellen im Rheingau neue Lokale eröffnen und so wünsche ich auch Rita und Felix viel Glück und Erfolg.

Übrigens: wer auf der Suche nach einem Veranstaltungsort für einen Geburtstag, Konfirmation oder ähnliches ist: die zum Kiedricher Hof gehörende Scheune wird für solche Zwecke vermietet – und das Catering ist auch direkt vor Ort vorhanden.

 

 

Soviel Käse im Rheingau

Bei Käse denkt man ja eher an Holland oder Frankreich und nicht unbedingt an den Rheingau. Aber dass auch der Rheingau jede Menge Käse zu bieten hat, zeigt ein Blick auf dieses bunte Veranstaltungsprogramm (wie immer kein Anspruch auf Vollständigkeit!):

 

Am Freitag, dem 17. Februar lädt das Kronenschlösschen in Hattenheim in Gemeinschaft mit dem Rheingau Affineur zu einem Käse-Tasting ein. Ein „Käse-Dinner“ mit feinstem Rohmilchkäse, raren regionalen Delikatessen und klassischen Käsesorten. Dazu als ideale Begleiter gereifte Rieslinge, Pinot Gris und Gewürztraminer sowie Port aus dem Douro.

Ja, wir haben einen echten Käsehersteller im Rheingau – der Rheingau Affineur bietet noch eine Reihe weiterer Veranstaltungen an, ist auf Messen und Märkten vertreten und seine Käse sind über den Rheingau verteilt in tiefen Kellern zu finden, wo sie langsam vor sich hinreifen. Der Rheingau Affineur produziert heimische Käse-Spezialitäten in höchster Qualität. Die Milch stammt von heimischen Ziegen und Schafen.

Am 27. April präsentiert der Rheingau Affineur unter dem Motto „Sekt liebt Käse“ seine Vielfalt im Schloss Vaux und verspricht eine wahres Aromenfeuerwerk. (Kosten 49 € pP)

 

 

Das Spritzenhaus lädt an den folgenden Terminen zur Gourmet Käseschule ein: 17. Februar, 20. März und 21. März 2017. Da lernen die Teilnehmer dann, wie man an kleinen Kupferkesseln traditionell-handwerklich Käse herstellt. Der selbst gemachte Käse, eine Feta-Art, kann nach der Schule ebenso mit nach Hause genommen werden wie das persönliche „Hilfskäser-Diplom“. Preis inkl. Mineralwasser, einem Glas Rot- und einem Glas Weißwein, dem Diplom und Brotauswahl: 69 Euro.

In Eltville haben wir sogar einen eigenen Käseladen. Inhaberin Katharina Sroka führt an die 100 Käsesorten, darunter viele von kleinen Manufakturen und Affineuren, deren Produkte natürlichen saisonalen Schwankungen unterliegen. Das wirkt sich sowohl auf die Verfügbarkeit als auch den jeweiligen Geschmack und Reifegrad aus. Das Produktsortiment variiert und ein Besuch lohnt sich immer.

Zusammen mit der Georg Müller Stiftung lädt der Eltviller Käseladen am 4. Mai 2017 zu einer Weinprobe der besondern Art ein: Wein + Käse + Kunst. Im einmaligen Kunst-Wein-Keller des Weinguts präsentieren Kellermeister Tim Lilienström vom Weingut Georg Müller Stiftung und Katharina Sroka vom Käseladen Eltville ausgesuchte Kombinationen sechs verschiedener Weine und passender Käsespezialitäten. (Kosten 34 € pP)

Ein besonderes Highlight bietet Franz Keller in seinem Falkenhof: ein Raclette-Dinner mit Weinen vom Weingut Hans Lang/Urban Kaufman am 24. März 2017.  Darum herum Spezialitäten vom Falkenhof zum Pauschalpreis von 80 € pro Person inklusive der Getränke.

 

 

Kochkurse im Rheingau

Gutes Essen gehört zum Rheingau wie der Wein. Das hab ich hier ja schön öfter geschrieben – aber man kann es ja gar nicht oft genug betonen. Und so vielseitig die Landschaft, die Menschen und die Weine sind, so vielseitig sind auch die Kochkurse, die man im Rheingau besuchen kann. Habt ihr nicht gedacht was? Ist aber so.

Größter Exot ist sicherlich der Kochkurs Türkisch kochen im Weingut Mohr in Lorch. Saynur Sonkaya-Neher entführt mit Gewürzen und Speisen aber auch ihren orientalisch anmutenden Räumen in die Welt des Morgenlandes.

 

Ebenso ungewöhnlich ist aber auch Vegan essen & kochen im Weingut Nies in Lorchhausen. Dieser Kochkurs findet 2017 am 4. März sowie am 11. November statt. Geleitet von Marina Ginkel und Dirk Schritt vom veganen Restaurant Zweiundzwanzig in Geisenheim.

 

Die Toskanische Küche kann bei einem Kochkurs bei Gerhard König von Vine e Viaggi in Rüdesheim-Eibingen ausprobiert werden.

Wer’s klein und fein mag, nimmt an einem Chutney-Workshop bei Hilde Seitz-Meißner in der Knorzelstube in Geisenheim teil.

 

Deutlich größer und exklusiver geht es im Kronenschlösschen in Hattenheim zu. Hier finden regelmäßig Events in der Kochschule statt. Chef Simon Stirnal zeigt in kleinen Gruppen von 8 bis 12 Personen  Raffinessen aus der Sterneküche. Außerdem verrät er, wo man wirklich gutes Fleisch oder Gemüse einkaufen kann, woran man es erkennt und wie man es zu einem ausgezeichneten Gericht veredeln kann. Die nächsten Termine der Kochschule sind hier zu finden.

 

Wer’s grandios mag, wird auf Burg Schwarzenstein glücklich. Die Kochkurse dort nennen sich Masterclass mit Nils Henkel. Diesem renommierten Küchenchef kann man hier über die Schulter schauen und erleben wie seine naturverbundenen Gerichte entstehen. Stets begleitet von einem Glas Riesling-Jahrgangssekt aus dem Rheingau. Und am Ende genießen alle Teilnehmer das gemeinsam zubereitete 5-Gänge-Menü.