Rheingau-Informationsmaterial für jeden

Gut informiert durch den Rheingau – dafür sorgt Kulturland Rheingau e.V. mit einer Vielzahl an informativen Broschüren, Flyern und seit kurzem einem Pocket Guide mit den Weinprobierständen für Wiesbaden und Rheingau 2017. Das gesamte Material ist sowohl für Besucher als auch Bewohner des Rheingaus lesenswert und hilfreich. Ich hab mir alle mal besorgt und gesichtet – echt guter Lesestoff.

Der neue Weinprobierstand-Pocket Guide ist ein praktisches kleines Teil, das in jede Hosen-, Jacken- und Handtasche passt. Das handliche Heftchen listet alle Weinprobierstände von Lorch über Wiesbaden bis Flörsheim auf und zeigt auf einen Blick, wer, wann, wo ausschenkt. Ob am Rhein oder in den Weinbergen. Ein Besuch lohnt sich immer – jeder einzelne der 22 Weinprobierstände hat etwas besonderes – vom wunderbaren Blick über Rhein und Weinberge (Rauenthal), großer Liegewiese direkt am Rhein (Hattenheim) oder leckeren Speisenangeboten (Martinsthal).

Aber auch die anderen Broschüren sind klasse – zum Beispiel der Schlemmerwochenführer (den gibt‘s nächstes Jahr bestimmt auch wieder) oder die Broschüre zu allen Weinfesten. Richtig gut finde ich das zweisprachige (deutsch und englisch) Gastgeberverzeichnis, in dem nach Orten alle Hotels und Gaststätten aufgeführt sind.

Die Imagebroschüre „Mit allen Sinnen – Mehr genießen“ spricht eher Rheingauer Gäste an, gibt hilfreiche Tipps und Ideen für Touren und Freizeitgestaltung. Lust auf den Rheingau machen sie allen.

Das Heftchen Kulturhistorische Sehenswürdigkeiten, ebenfalls in deutsch und englisch, bietet sicherlich so manchem Rheingauer auch noch die ein oder andere Information, und wenn’s nur als Auffrischung vergessenen Wissens ist. Ebenfalls für Dauer- wie Gast-Rheingauer ist der Veranstaltungsführer, mit dessen Hilfe man garantiert keines der großen Feste in der Region verpasst.

Es gibt noch viele mehr: Führer für Wanderungen oder Radtouren, den Klostersteig-Führer sowie zahlreiche Landkarten als Faltkarten. Die meisten Daten sind online verfügbar und können hier runtergeladen oder bestellt werden. Oder ihr ladet euch direkt die coole Kulturland Rheingau App aufs Handy – je nach dem was ihr für ein Smartphone habt, einfach auf den Button klicken:

 

Chillen am Strand von Geisenheim

Die Strandperle in Geisenheim lädt seit fünf Jahren zum Chillen, Sonnen und Schlemmen ein. Was ursprünglich mit dem Angebot von Stand-up-Paddling-Kursen anfing, hat sich vom kleinen Getränke- und Snackstand auf Sand zu einer echt coolen Location  entwickelt. Heute sieht die Strandperle so aus, wie sie von den Betreibern erhofft und gewünscht war: feiner Sandstrand, viele Sitz- und Liegemöglichkeiten, schöne Deko, die ein gemütliches Ambiente erzeugt, eine coole Hütte, für die es im Winter ebenfalls Einsatzmöglichkeiten gibt und eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit zahlreichen Winzern aus der Umgebung.

Die Zahl der Gäste wächst – wo anfangs vornehmlich sehr junge Leute die Strandperle besuchten, kommen heute mehr und mehr Ü30er und Ü40er, um einen entspannten Abend auf den Loungemöbeln zu verbringen.

 

Besonders gut kommt der Mittwoch-Abend an, wenn die Winzer aus der Umgebung den Weinstand (=Weinstrand) auf dem Gelände des Beach Clubs nutzen, um ihre Weine zu verkaufen. Jede Woche ist ein anderer Winzer da – man kann sich also den ganzen Sommer durch die verschiedenen Weingüter probieren und das in möglichst lässiger Haltung auf der Sonnenliege.

Zu essen gibt’s natürlich auch, zum Beispiel den Strandperle-Burger oder leckeren Flammkuchen. Aber was ich besonders cool finde ist, dass man sich an manchen Tagen auch sein eigenes Grillgut mitbringen darf.  Die Grills stehen parat und dürfen von allen Gästen genutzt und belegt werden. Frei nach dem Motto: Erst selber Grillen dann gemeinsam chillen.

Überhaupt vermittelt die Location ein bisschen Urlaubsfeeling. Tagsüber kann man sich wunderbar auf den Liegen ausbreiten und ein relaxtes Sonnenbad genießen. Badefeeling gibt’s auch – das Wasser liegt direkt vor der Strandperle, in wenigen Schritten kann man es glitzern sehen. Und wenn’s richtig heiß ist – einfach Schirm aufspannen, kühle Getränke schlürfen oder unter einem der gespannten Segel im Schatten gemütlich schlummern.

Hier übrigens noch die Übersicht der teilnehmenden Winzer am Weinstrand und wann wer da ist:

 

Lecker auf dem Niederwald

Die nun seit gut einem Jahr bestehende neue Niederwald-Gastronomie kann sich freuen – es läuft gut da hoch oben über Rüdesheim. Geschäftsführer Peter Häfner ist zufrieden. Und die vielen Gäste, die dort hinkommen sind es auch. Den Eindruck macht es auf jeden Fall!

 

Das Potential des über 300 Meter hoch gelegenen Restaurants mit einmaligen Ausblick auf Rüdesheim und den Rhein hat Häfner bereits beim ersten Besuch erkannt. Der moderne Neubau entstand nach dem Abriss des betagten Vorgängers an fast gleicher Stelle. Bis zu 100 Gäste finden Platz im mit viel Holz und hochwertigem Mobiliar ausgestatteten Restaurant. Dabei können die Gäste durch riesige Panoramascheiben bis runter auf den Rhein schauen. Die vorgelagerte Restaurant-Terrasse bietet sogar 200 Sitzplätze und somit Platz für viele Genießer.

Im Restaurant sorgen Restaurantleiterin Silke Piazza und ihr Ehemann Lorenzo, der als Koch mit italienischen Wurzel das Sagen in der Küche hat, für gutes Gelingen. Vom Niederwaldburger, einem Octopussalat oder Penne mit Basilikum-Pesto bis hin zu deutschen Klassikern macht die Küche Lust auf gehobenen Genuss.

Regionales wird hier groß geschrieben: es gibt natürlich offene Rot- und Weißweine von Rheingauer Spitzenweingütern, und die Geisenheimer Patisserie Pretzel liefert täglich frischen Kuchen nach oben.
Neben dem Angebot für die Tagesausflügler bietet die Niederwald-Gastronomie einen ganz besonderen Rahmen für Veranstaltungen aller Art. Ob Empfänge, kulinarische Weinproben, Hochzeiten, Geburtstage oder ein romantisches Silvesterfest – das Niederwald-Team ist für jeden Anlass gerüstet.

Und von November bis Januar steht die Almhütte als rustikale Event-Location zur Verfügung. In der urgemütlichen Almhütte ist  mit 70 Sitzplätzen reichlich Platz fürs fröhliche Feiern im Alpen-Stil.

Hinauf auf den Berg kommt man zu Fuß, über die gut zu gehenden Weinbergwege, per Seilbahn oder mit dem Auto. Die Bergstation der Rüdesheimer Seilbahn und ein großer Parkplatz liegen nur wenige Gehminuten vom Restaurant entfernt. Übrigens: Einen kleinen Feinschmeckerladen gibt es jetzt auch auf dem Berg. Hier sind lokale Weine und andere Köstlichkeiten zu fairen Preisen zu haben.

Für die Zukunft hat Peter Häfner sich vorgenommen, neben den Gästen aus aller Welt vor allem auch den Rheingauern und den Bewohnern des Rhein-Main-Gebietes ein innovativer Gastgeber zu sein. Mit regelmäßigen Events will er die Menschen mit Lust am guten Leben begeistern. So ist bereits für den 31. August 2017 eine große Bergparty geplant, bei der sich alles um die Farbe „Weiß“ drehen wird. Den 4. November 2017 sollten sich die Freunde des Hütternzaubers fest in die Kalender eintragen, denn dann ist die Almhütte wieder aufgebaut und feiert Saisonauftakt mit Fassanstich und Blasmusik.

Feine kleine Rheinschifffahrt

Unter der Woche, also nach Feierabend, bin ich meist mit Sport, Kochen, Aufräumen oder Netflixen beschäftigt. Aber am Wochenende liebe ich es, im Rheingau unterwegs zu sein. Manchmal ist es nur ein Spaziergang, der vor der eigenen Haustür startet, manchmal eine ganze Tagestour. Je nachdem ob ich alleine bin, mein Mann mich begleitet, ich Gäste habe oder ich mich mit Freunden treffe – der Rheingau bietet auch nach vielen Jahren immer noch neues.

Erst vor zwei Jahren haben meine Sportsfreundin und ich die gemütliche Rheinfahrt auf der Robert Stolz für uns entdeckt.

 

Feiertags und sonntags legt das kleine Schiff eine Viertelstunde nach 13, 15 und 17 Uhr in Eltville ab. In anderthalb Stunden geht’s einmal lässig um die Mariannenaue herum.

Wir versuchen meist einen Platz im Außenbereich zu ergattern, stets als erste bei einer der netten Bedienungen unsere Weinchen und eine Portion Pommes zu bestellen, und dann lehnen wir uns zurück, lassen unsere Blicke in die Weinberge und übers Wasser schweifen und quatschen, lästern und diskutieren was das Zeug hält. Kaffeeklatsch kann jeder, wir wasserpromenieren.

Wir kommen an dem ein oder anderen Weinprobierstand vorbei, wo wir bekannte Gesichter sehen. Es wird gewunken, oder auch nicht. Hängt immer ein bisschen von unserer Tageslaune ab. Wir lernen Mitreisende kennen – manche von weiter weg, aber auch Nachbarn aus Mainz, Hofheim oder Kaub.

Hunde sind erlaubt – die Beagles sind fast immer dabei. Und meine Sportsfreundin hat auch meist mindestens einen Vierbeiner dabei. Unsere Männer lassen wir lieber daheim, die wollen sich meist bewegen und sind nicht gut im Stillsitzen. Aber wir können das. Auch mehr als einmal im Jahr.

 

 

Unterwegs im Riesling-Shuttle

Wie wär’s denn mal mit einer Tour durch den Rheingau ohne selbst fahren zu müssen? Stattdessen wird man bequem von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten geshuttlet, kann sich ohne schlechtes Gewissen am Rheingauer Wein erfreuen und weiß, dass man sicher wieder dort ankommt, wo man eingestiegen ist.

Kai Teggemann und sein Team bieten seit diesem Frühjahr coole Riesling-Shuttle Touren an – sowohl wochentags als auch am Wochenende. Und natürlich an Feiertagen. Die Touren können ganz bequem online ausgewählt und gebucht werden.

 

Die moderierte Erlebnisfahrt durch den Rheingau mit verschiedenen Stopps in den Weinbergen, Besuch der wineBANK (historischer Weinkeller für Weinliebhaber), Besuch von Schloss Vollrads und Schloss Johannisberg (Außenbesichtigungen) kostet am Wochenende 55 € und wochentags 49 € pro Person. Im Preis mit drin ist der Ausschank von drei Rieslingweinen in den Weinbergen aus der Shuttle-eigenen Bordbar. Die Tour ist auf vier Stunden angesetzt und findet auch bei Regen statt.

Kai Teggemann geht es darum, seinen Gästen eine gute Zeit zu bescheren und dass sie Spaß an den Rieslingweinen haben. Das ganze soll entspannt, ohne Hektik und mit Zeit für die schönen Momente stattfinden. So kann man den Rheingau intensiv kennenlernen und tolle Eindrücke gewinnen. So ne Tour eignet sich auch hervorragend zum Verschenken!

Eltville je t’aime

Der Lorcher Gästebegleiter Edwin Schneider bezeichnet Eltville als de schönste Stadt im Rheingau. Ich finde, da hat er recht. Ich bin einer von 17.000 Menschen, die das sagenhafte Glück haben, in Eltville wohnen zu dürfen. Ich liebe Eltville. Mein Eltville. Unser Eltville. Die Stadt der Rosen. Und des Sektfestes. Und so vielem mehr. Am Rhein.
Ich mag das Rheinufer. Bei Hochwasser, bei Niedrigwasser, vor Sanierung, danach und auch während der Umbauarbeiten. Ich mag es, mich am Rhein mit Freunden zu treffen, einen Wein am Weinprobierstand oder auch mal am Anleger 511 zu trinken, mich auf die Befestigungsmauer zu setzen und die Füße Richtung Wasser baumeln zu lassen.

 

Ich mag unsere Fußgängerzone, da durch zu bummeln und Freunde und Bekannte zu treffen, dort einzukaufen. Wir haben hier mit der Metzgerei Bayer noch eine der wenigen richtigen Metzgereien im Rheingau. Und die Kostbar mit vielen Köstlichkeiten und Mitbringseln (ich verschenke ja gerne Rheingauer Fresskörbe von dort). Und so viele schöne Klamottenläden mit ganz viel Vielfalt und von kleinen bis ganz großen Größen. Und Bücherläden. Ok, auch viele Optiker und Hörgeräte-Anbieter (brauch ich vielleicht in Zukunft auch mal irgendwann).

Ich mag unseren Bürgermeister. Auch wenn die Politiker allerorts viel beschimpft werden und oft in der Kritik stehen, ich finde wir haben mit unserem Bürgermeister ganz viel Glück. Patrick Kunkel hat schon viel gutes für Eltville getan und er tut es weiterhin. Ich mag vor allem seine offene Kommunikation, sei es persönlich, über die Presse oder auch auf Facebook und Twitter. Versucht ihr mal so einen Job zu machen!

Ich mag unsere vielen Restaurants, Cafés und Eisdielen…das entzückende Rosenstübchen, den leckeren Salat im Holztor, das schöne Ambiente im Eltvinum, die Vielfalt im Alta Villa, das italienische Flair und Essen im Piccolo Mondo ebenso wie im Anno Zero – ich kann gar nicht alle hier aufzählen.

 

Ich mag Eltville vom Anfang (von Walluf kommend über die Wallufer Chaussee) bis zum Ende (fließender Übergang nach Oestrich-Winkel). Von unten am Rhein bis oben in die Weinberge und an den Waldrand. Ich mag, dass man leicht mit jedem ins Gespräch kommt.

Und ich freu mich jetzt so auf den Frühling und den Sommer, wenn wir alle mehr und mehr Zeit draußen verbringen – und ja, natürlich auch über viele Besucher stolpern. Aber die mögen eben auch all das, was wir Eltviller mögen. Und drum freu ich mich auch über die vielen Leute, die aus Wiesbaden, Frankfurt, Mainz und ganz weit weg kommen. Den eins verbindet uns doch alle: die Liebe für das Schöne. Das schöne Eltville.

 

Bilder: privat, Friedemann Rink, Andreas Fischer.

Mord im Lindentheater

Der packende Thriller Fritz Lang – Der Andere in uns, der im Oktober 2016 den Hessischen Filmpreis abräumte, kommt am 12. März 2017 nach Geisenheim. Der Förderverein Lindentheater Geisenheim lässt dafür extra den preisgekrönten Regisseur des Films, Gordian Maugg, einfliegen. Er wird zur Sonntags-Matinee ab 10:30 Uhr im Kino anwesend sein und aus dem Nähkästchen plaudern: über die Entstehung seines Films und die Dreharbeiten.

Der Film erzählt die Geschichte Fritz Langs (Heino Ferch) auf der Suche nach einer neuen Idee. In Düsseldorf trifft Lang auf den Serienmörder Peter Kürten (Samuel Finzi) und den Kriminalrat Gennat (Thomas Thieme). Durch die Jagd, Verhaftung und Vernehmung des Killers findet Fritz Lang nicht nur seinen ersehnten Filmstoff für „M-Eine Stadt sucht einen Mörder“, sondern auch das Böse in sich selbst.

Gordian Maugg fügt fiktionale Schauspielszenen und historisches Filmmaterial meisterhaft zusammen: So wird die Geschichte des großen Regisseur-Kollegen neu erzählt und sorgt sicherlich für entsprechend viel Begeisterung.

Nach dem Film Fritz Lang – Der Andere in uns gibt’s ein paar Snacks und wer möchte kann sich dann ab 13:15 Uhr Fritz Langs Klassiker M – Eine Stadt sucht einen Mörder aus dem Jahre 1931 im Lindentheater auf der Leinwand anschauen.

 

Im Anschluss an die Filmvorführungen stellt sich Gordian Maugg gerne den Fragen der Zuschauer rund um die Filme und Fritz Lang.

Datum: 12.03.2017 Uhrzeit: 10:30 – 15:15 Uhr

Der Eintritt ist kostenlos; Spenden für die Arbeit des Fördervereins Lindentheater sind herzlich willkommen.

 

Rheingauer Filmnächte 2017

Und auch in diesem Jahr steigen wieder die
Rheingauer Filmnächte. Fünf Filme in fünf verschiedenen Locations. Eines haben diese Locations stets gemein – es sind alles Weingüter. Das Ticket pro Film kostet 35 Euro und beinhaltet neben der Filmvorführung Wein, Wasser und einen Snack. Weitere kalte und warme Snacks können vor Ort käuflich erworben werden. Einlass ist immer um 19 Uhr, die Filmvorführung startet um 20 Uhr.

Der Vorverkauf findet bei dem jeweils austragenden Weingut statt und wird empfohlen.

  Die Veranstalter freuen sich auf euch.

Das Programm auf einen Blick:

16.02. Weingut Barth: Auf der anderen Seite des Bettes

16.03. Weingut Allendorf: Das brandneue Testament

20.04. Weingut August Eser: Honig im Kopf

18.05. Weingut Diefenhardt: Der Vorname

06.07. Weingut Prinz von Hessen: Footloose

 

 

Kinofeeling wie zur guten alten Zeit

45212_1_bigAls ich das Lindentheater in Geisenheim das erste Mal besuchte, das muss so Ende der 90er gewesen sein, fühlte ich mich ein bisschen in meine Kindheit zurückversetzt. Also ich entstamme nun nicht der Stummfilm-Ära, aber eben der Zeit als in Kinos noch geraucht werden durfte und Sessel und Tapeten plüschig waren. Und daran erinnerte mich dieses Kino. Ich fand’s urgemütlich. Ich kam so oft es ging hierher (war leider zu wenig da die meisten meiner Freunde auf Cineplex und Dolby Supersoundsurround standen und ich nicht so der Kino-Einzelgänger bin).

45212_0_bigAls ich dann hörte dass dem nostalgischen Kino das Aus drohte war ich richtig traurig und umso mehr erfreut vom neuen Konzept mit dem es 2011 startete. Heute kann ich allen Rheingauern und Gästen einen Besuch im Lindentheater nur ans Herz legen. Geht vor allem auch mit euren Kindern egal welchen Alters hin – eine Begegnung mit diesen Herzensmenschen, die hier arbeiten, wird jedem einzelnen gut tun. Solche Berührungen haben wir alle in unserem Alltag viel zu wenig – wie schön, dass es die Chance auf diese hier in Geisenheim gibt.

kino-linden-theater-2-jpgUnd wenn ihr mal nicht wisst, was ihr euch zum Geburtstag wünscht, dann entweder einen Kinogutschein oder lasst eure Gäste für einen guten Zweck spenden, nämlich für das Lindentheater. Der Förderverein wird sich freuen.

bz_st24-07_kino-geisenheim_20130825

Ein bisschen Historie;
Das Lindentheater in Geisenheim gibt es seit 1929. Damals hieß es Rheingold Lichtspiele  und wurde im früheren Frankfurter Hof gegründet. Als erster Film lief der Stummfilm „Die Geheimnisse des Orients“. Am jetzigen Standort ist das Kino seit 1949. Zum 1.1.2011 übernahmen die Rheingau Werkstätten Rüdesheim das Kino von dem Vorpächter Manfred Ellmauer.  Es gab zunächst einen Probebetrieb über sechs Monate. Ziel war es Menschen mit Behinderungen Arbeitsplätze anbieten zu können, die ihren Leistungsfähigkeiten entsprechen. Da dies gut funktionierte wurde zum 1.07.2011 ein Integrationsunternehmen gegründet, die gemeinnützige Linden-Theater Geisenheim GmbH. Es arbeiten hier Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam daran ein vielfältiges Filmangebot mit gutem Service zu bieten. Die Behinderung spielt dabei gar keine Rolle. Jeder tut das was er kann.

E(s)cht Rheingau – ein Vokabeltrainer

Den Rheingau und die Rheingauer besser verstehen – unter diesem Motto hat die Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH RTKT auf ihrer Internetseite eine neue Rubrik eingerichtet und sorgt für besseres Sprachverständnis und Verständigung zwischen Alt- und Neu-Rheingauern, Eingeborenen, Zugezogenen und Gästen. Kleine Kostprobe: „Gude“ sagt man statt „Hallo“, „Wingert“ steht für „Weinberge“ und „en Dormel“ ist ein eingeschränkt denkender und handelnder Mensch.

Mit E(s)cht Rheingau geht Sprachverständigung jetzt ganz leicht. Auf der Webseite werden ab sofort regelmäßig Rheingauer „Gebabbel“, Rheingauer Originale, Gedichte und Geschichten, Sprüch‘ und Begebenheiten aus der tiefen Seele der Region veröffentlicht.

Zum Start gibt‘s ein weihnachtliches Gedicht der stressgeplagten Rheingauer Hausfrau, das die Eltviller Gästeführerin Elke Simon zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.

 

Und damit „E(s)scht Rheingau“ auch e(s)cht gut wird, sind alle die des Rheingauerischen mächtig sind aufgerufen, mitzumachen. Wer’s kann und wer mag darf unter redaktion@kulturland-rheingau.de seine/ihre Beiträge einreichen. Ob „Herbstmuck“ oder „Schnudedunker“, Fotos oder Filmchen – hier ist Platz für alles, was eben „E(s)cht Rheingau“ ist. Das RTKT-Team stellt dann immer wieder neue Beiträge auf der Webseite ein. So wird die Rubrik mit Geschichten, Sprüch‘ und Gebabbel in bester Rheingauer Mundart stetig wachsen.

Also – wer’s kann, muss mitmachen! Ich üb‘ auch schonmal.