Unter der Woche, also nach Feierabend, bin ich meist mit Sport, Kochen, Aufräumen oder Netflixen beschäftigt. Aber am Wochenende liebe ich es, im Rheingau unterwegs zu sein. Manchmal ist es nur ein Spaziergang, der vor der eigenen Haustür startet, manchmal eine ganze Tagestour. Je nachdem ob ich alleine bin, mein Mann mich begleitet, ich Gäste habe oder ich mich mit Freunden treffe – der Rheingau bietet auch nach vielen Jahren immer noch neues.

Erst vor zwei Jahren haben meine Sportsfreundin und ich die gemütliche Rheinfahrt auf der Robert Stolz für uns entdeckt.

 

Feiertags und sonntags legt das kleine Schiff eine Viertelstunde nach 13, 15 und 17 Uhr in Eltville ab. In anderthalb Stunden geht’s einmal lässig um die Mariannenaue herum.

Wir versuchen meist einen Platz im Außenbereich zu ergattern, stets als erste bei einer der netten Bedienungen unsere Weinchen und eine Portion Pommes zu bestellen, und dann lehnen wir uns zurück, lassen unsere Blicke in die Weinberge und übers Wasser schweifen und quatschen, lästern und diskutieren was das Zeug hält. Kaffeeklatsch kann jeder, wir wasserpromenieren.

Wir kommen an dem ein oder anderen Weinprobierstand vorbei, wo wir bekannte Gesichter sehen. Es wird gewunken, oder auch nicht. Hängt immer ein bisschen von unserer Tageslaune ab. Wir lernen Mitreisende kennen – manche von weiter weg, aber auch Nachbarn aus Mainz, Hofheim oder Kaub.

Hunde sind erlaubt – die Beagles sind fast immer dabei. Und meine Sportsfreundin hat auch meist mindestens einen Vierbeiner dabei. Unsere Männer lassen wir lieber daheim, die wollen sich meist bewegen und sind nicht gut im Stillsitzen. Aber wir können das. Auch mehr als einmal im Jahr.

 

 

3 Comments

  1. Liebe Tanja, du machst Rheingau lebendig! Du weckst uns alle und zeigst, was so im Rheingau alles passiert! Danke dir dafür und schön, dass du für und schreibst! Liebste Grüsse aus Lorch Saynur

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