In den letzten 22 Jahren ist der Rheingau zu meiner Heimat geworden, die ich sehr liebe. Gerne beantworte ich deshalb 11 Fragen im Rahmen einer Blogparade zum Thema Heimatliebe und bringe euch damit meinen geliebten und geschätzten Rheingau näher.

Was ist für dich Heimat, was bezeichnest du als deine Heimat?

Heimat bedeutet für mich Freude und Freunde; wo mein Herz glücklich im Einklang mit der Umgebung schlägt. Wo ich mich nach einem anstrengenden Tag oder bei mieser Laune unter Menschen begebe, die mich aufmuntern und  mich nehmen wie ich bin.

Wo liegt deine Heimat? Beschreibe die geographische Lage.

Der Rheingau liegt am Rhein und zwar genau da wo er nicht von Süd nach Nord sondern von Ost nach West fließt, ca. 50 Kilometer westlich von Frankfurt, ziemlich mittig in Deutschland. Der Rheingau gehört zu Hessen und ist Teil des Rhein Main Gebiets. Dadurch hat er eine sehr günstige Verkehrsanbindung. Wenn man einmal drin ist, wird’s beschaulich. Optisch prägen der Rhein und die Weinberge in einer lieblich geschwungenen und auf den Höhen bewaldeten Landschaft das Bild.

Nenne drei Highlights, die jeder Tourist unbedingt besuchen muss.

In den meisten Reiseführern tauchen hier solche Namen wie Kloster Eberbach, Schloss Johannisberg und Schloss Vollrads auf. Die sind wunderschön. Meine Top 3 Highlights sind:

  1. der Leinpfad, also der Weg am Rheinufer entlang, zwischen Walluf und Eltville
  2. ein Spaziergang vom Ortskern Lorch zur Ruine Nollig den Berg hinauf und dort dann den Blick auf den Rhein bei einem Gläschen mitgebrachtem Riesling genießen
  3. die Bubenhäuser Höhe (Eltville-Rauenthal)

Was kann man mit Kindern einen Tag lang machen?

Nicht nur für Kinder, aber für Kinder besonders schön ist ein Malkurs bei der Geisenheimer Künstlerin Sitta Derstroff. In ihrem kleinen, hellen Atelier mitten in Geisenheim bietet sie viel Platz zum Austoben und kreativ sein und dazu ganz tolle Anleitung. Wer Sittas Atelier verlässt hat nicht nur Farbkleckse auf den Klamotten sondern ganz viele auch im Herzen mitbekommen.

 

Es regnet in Strömen, was könnt ihr als Schlecht-Wetter-Programm empfehlen?

Im Rheingau gibt es so gut wie nie schlechtes Wetter. Eine Bootsfahrt auf der Robert Stolz oder einem Schiff der Köln-Düsseldorfer macht auch bei Regen Spaß. Aber wenn man sich gar nicht draußen aufhalten mag ist man in den kleinen Museen von Rüdesheim wunderbar aufgehoben, zum Beispiel dem lustigen Spielzeugmuseum oder Siegfrieds Mechanischem Musikkabinett mit seinen 350 selbstspielenden Musikinstrumenten aus drei Jahrhunderten. Und was immer geht: ein schönes Glas Riesling!

Welche kulinarischen Köstlichkeiten müssen unbedingt probiert werden und wo?

Das Schnitzel Rosemarie oder der Schnuddedunker im Gutsausschank vom Weingut Diefenhardt in Martinsthal.

 

Welches Hotel kannst du empfehlen?

Hotels und Gasthöfe gibt es ganz viele. Einer meiner Favoriten ist die Gottesthaler Mühle in Oestrich-Winkel. Ein Gasthaus am Ortsrand, mitten in den Weinbergen gelegen, modern-rustikal eingerichtet mit einer Prise Romantik und viel Naturverbundenheit.

 

Wo befindet sich dein absoluter Lieblingsplatz und warum ist es dein Lieblingsplatz?

Das ist tatsächlich mein eigener kleiner Balkon mit Blick auf den Rhein. Ähnlich schön ist zum Beispiel die Terrasse vom Weingut Schönborn in Hattenheim oder die Terrasse vom Hotel Rebhang in Hallgarten, beides Plätze wo es auch Leckeres zu Trinken und zu Essen gibt.

 

Was ist der absolute Geheimtipp, der in keinem Reiseführer beschrieben ist?

Die Pfingstbachwiesen in Oestrich-Winkel. Bekannt ist sicherlich der Zeltplatz in der Nähe und vielleicht auch noch die Fischteiche. Ich mag aber besonders den oberen Teil, wo der Bach durch den Wald fließt. Hier haben vor allem Kinder und Hunde sehr viel Spaß. Im Sommer bietet dieser Ort Erfrischung, Ablenkung und stets tolle Gespräche mit all den netten Menschen, die man dort trifft.

 

Was ist die schönste Veranstaltung des Jahres?

Die Rheingauer Schlemmerwoche – jedes Jahr Ende April und Anfang Mai. Eine Woche lang laden die meisten Winzer zu Straußwirtschaften in ihre Häuser und Höfe ein und bieten kulinarische Genüsse in einer faszinierend großen Auswahl. Ob türkische Küche im Weingut Mohr in Lorch, veganes Essen im Weingut Trinks Trinks in Geisenheim, neben Wein auch ein Craft Beer im werk2 in Geisenheim oder ganz traditionelles in den meisten anderen Locations – man kommt zusammen, man genießt, man lebt und freut sich im Rheingau sein zu dürfen.

In welcher Jahreszeit ist es in deiner Heimat am schönsten und warum?

Der Frühling, so ab März, wenn wieder ganz viele Veranstaltungen im Freien stattfinden und vor allem wenn Ende April die Schlemmerwoche losgeht. Dann kommen viele Rheingau-Liebhaber in den Rheingau, man trifft sich mit alten Freunden, schließt neue Freundschaften und teilt mit allen die Begeisterung und Liebe für diese traumhaft schöne Region.

 

Dieser Beitrag ist Teil einer Blogparade zum Thema Heimatliebe. Mehr zur Blogparade findet ihr hier:

Blogparade – 11 Fragen zum Thema Heimatliebe

4 Comments

  1. Liebe Tanja,
    vielen Dank für diesen schönen Beitrag zum Rheingau. Es freut mich sehr, dass dich meine Blogparade inspiriert hat!
    Wir machen sicher bald mal Halt in deiner Heimat und wissen dann, was wir tolles erleben können.
    LG
    Charnette

  2. Liebe Tanja,
    ein sehr schöner Beitrag über den schönen und vielseitigen Rheingau. Es ist immer wieder interessant zu sehen, was für andere das Besondere am Rheingau ist. Je nach Blickwinkel kommen andere schöne Ecken zum Vorschein. Der Rheingau ist eben vielseitig und hat für jeden was zu bieten.
    Liebe Grüße, Selda.

  3. … endlich habe ich Zeit auf deinen Blogbeitrag „Heimatliebe Rheingau“ zu reagieren. Liebe Tanja, chapeau für den Beitag zu unserer Heimat. Viele Plätze die du beschreibst sind auch meine Lieblingsplätze die sehr schöne Erinnerungen hervor rufen 😊 Wir werden nächstes Jahr unser #werkstor bei den Rheingauer Schlemmerwochen wieder öffnen. Cheers und bis dahin 💕 Petra

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