Seit ich im und über den Rheingau blogge komme ich mit vielen Rheingauern und Kulturschaffenden in Kontakt und somit auch mitten in die Diskussion um das „Kulturland Rheingau“. Das Logo gibt es seit etwa zwei Jahren, seitdem wird diskutiert. Ist der Rheingau Kulturland? Auf jeden Fall bietet der Rheingau jede Menge Kultur, insofern ja. Ob es das einzige ist, was den Rheingau ausmacht, wohl eher nein.

Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Blogparade zum Thema Mein Sommer: Zwischen Brotjob, Kultur und Ferien. Und weil das so gut passt, hab ich mich entschieden erstmals an einer solchen Blogparade teilzunehmen.

Los geht’s: Mein Sommer: Zwischen Brotjob, Kultur und Ferien

Ferien hatte ich noch keine, die gibt’s Ende August. Meinem Brotjob in der besten Werbeagentur der Welt bin ich diesen Sommer nachgegangen wie auch schon im Frühling und Winter. Von meinen wunderbaren Kulturerlebnissen diesen Sommer möchte ich berichten:

#1 Erwanderung des Klostersteigs

Absolutes Highlight meines Sommers – zwei Frauen, zwei Hunden, zwei Tage lang unterwegs auf dem 30 Kilometer langen Klostersteig quer durch den Rheingau. An sechs wunderschönen Klöstern Rast gemacht und unsere Pilgerstempel abgeholt. Ein wunderbarer Marsch von Kloster Eberbach bis nach Aulhausen – mit faszinierenden Ausblicken und Eindrücken. Absolut empfehlenswert.

#2 Musikfestivals

Das Rheingau Musik Festival ist für mich Pflicht – ich gönne mir jedes Jahr mindestens zwei Veranstaltungen. Im letzten Jahr kam ich sogar in den Genuss von fünf – aber nur weil meine armen Eltern krank wurden. Ich liebe die Locations wie zum Beispiel die Seebühne auf Schloss Vollrads, den Cuvéehof im Schloss Johannisberg oder auch den Baiken in Eltville. Die Art der Veranstaltung ist beinahe zweitrangig – ich genieße Klassik genauso wie Jazz oder Kabarett.

Ein weiteres musikalisches Highlight war der Besuch des Musikfestivals Heimspiel Knyphausen in Eltville-Erbach – ein absolut entspanntes Festival, wo Kind und Kegel zusammenkommt, das traumhafte Ambiente des Gutsparks genießt, auf Decken liegend der Musik lauscht und Wein schlürft. Etwas tumultiger geht’s auf dem Musikfestival Tropen Tango in Wollmerschied ab.

 

# 3 Sommerlektüre

Gerade habe ich mir in der Oestricher Buchhandlung Idstein (ja, auch da kann man online bestellen!) die Krimikomödie Nur über unsere Leichen bestellt. Die Autorinnen leben alle im Rheingau oder unmittelbarere Nähe. Und wenn die Story auch im Weinland Mittenrhein spielt, erinnern die Beschreibungen doch stark an den Rheingau.

#4 Kulturschaffende

Und ich liebe es, Rheingauer Kulturschaffende zu treffen. Die meisten von ihnen vereinen sich im Rheingauer Kulturnetzwerk, das insbesondere von so wunderbaren Persönlichkeiten wie Ulrich und Ulrike Bachmann und auch Andrea Nusser und Volker Ostermann unterstützt wird.

Ein ganz besonderes Erlebnis war die Kunstaktion zum Lutherjahr von Michael Apitz als er sein Luther-Gemälde in der Wiesbadener Marktkirche mit Hilfe der anwesenden Gäste zusammenbaute.

Immer wieder schön sind die Bilder des Rheingauer Freizeit-Fotografen Thomas Weinsheimer, zu bewundern unter anderem auf seiner Webseite.

Auch ganz toll und empfehlenswert: die Kurse bei der Künstlerin Sitta Derstroff in ihrem Geisenheimer Atelier Sittart. Sitta bietet u.a. Kindermalkurse, aber auch spezielle Kurse zum Einstieg ins Wochenende, sozusagen Malen zum Entschleunigen.

Hervorheben möchte ich mein Treffen mit Esther Pscheidt, die unter dem Namen Holzwurm – schönes aus Treibholz schafft. Mittlerweile verschönern ihre Objekte diverse Hotels, Restaurants und Weingüter im Rheingau.

Und meine wunderbare lieben Freundin Nina unterstütze ich gerne bei ihrem Upcycling-Wertstücken, sie zaubert zum Beispiel aus alten Weinkisten neue Möbel und tolle Kunstwerke aus Weinbauabfällen.

Immer wieder stelle ich fest, wie wunderschön es ist, hier im Rheingau leben zu dürfen – da ist es doch ganz egal ob wir uns als Weinregion, Kulturland, Reiseregion, Schlemmerregion oder historisches Wunderland positionieren. Rheingau ist Kulturland – aber der Rheingau ist halt auch noch so viel mehr. Müsste ich dem Rheingau einen Stempel aufdrücken wäre es dieser: „Lieblingsregion Rheingau“.

Dieser Text gehört zur Blogparade Mein Sommer: Zwischen Brotjob, Kultur und Ferien von Bloggern rund um Wiesbaden. Kulturmacher*innen, die sich dieser Aktion anschließen wollen, finden die Teilnahmebedingungen hier.

1 Comment

Ich freu mich über dein Feedback!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.