Echt Bio aus dem Rheingau

Kennt ihr schon die Königs aus Stephanshausen? Eigentlich sollte ich das lieber für mich behalten. Aber da ich nun mal blogge und euch an all meinen Entdeckungen teilhaben lasse, erfahrt ihr jetzt von den leckersten Wildspezialitäten und vor allem der weltbesten Wildleberwurst. Und die stammt natürlich aus dem Rheingau. Veganer und Vegetarier weghören!

Entdeckt habe ich sie bei meiner lieben Freundin Eva, die sie geschenkt bekommen hat. Und ich hab ihr die Dose leer geleckt. Noch cooler ist aber die Story zur Leberwurst:

Die wird nämlich in Eigenherstellung in Stephanshausen vom Jäger selbst hergestellt. Also eigentlich von den Jägern, der Christine und dem Jürgen König. Die betreiben jetzt seit fast zwei Jahren das Landgasthaus König. Dort kann man übernachten (hab ich auch schon getan während meiner Klostersteigtour) und schlemmen. Aber so richtig!

Freitags schmeißen die Königs den Grill an, da gibt’s frisches Wildschwein und Rotwild direkt vom Grill. Dazu ein herrliches Salatbuffet. Und Wein. Alles regional und aus heimischer Herstellung. Dieser Aspekt liegt den Königs besonders am Herzen. Sie wollen keine Massenproduktion sondern hochwertige Nahrungsmittel herstellen, die gut schmecken und richtig Energie liefern. Wie zum Beispiel das leckere Dinkelbrot, zu 100% aus Dinkel, ohne jeglichen Weizen. Basis ist Bio-Dinkel aus Presberg.

 

 

 

 

 

Das Brot backt Christine König immer freitags – wer zuerst kommt, kriegt was ab. Vorbestellungen gibt’s nicht. Meist ist das Brot um 10 Uhr schon ausverkauft. Wer keins abbekommen hat, hat vielleicht bei den selbstgemachten Nudeln Glück. Dinkel-Spirelli zum Beispiel.

Und für die Fleischfans unter euch – man kann noch viel mehr als Leberwurst bei den Königs erwerben und mit nach Hause nehmen: Bratwurst, Lyoner, Hirschschinken, Wildschweinschinken und noch mehr. Die gesamte Auswahl könnt ihr euch hier anschauen. Oder einfach vorbeikommen und quer durch die Karte schlemmen.

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Knorzelstube in neuen Räumen

Die Knorzelstube ist umgezogen! Immer noch in Geisenheim, aber jetzt mittendrin. Direkt am Dom. Mit ein bisschen mehr Platz und gemütlicher Sitzecke drinnen.

Neue Adresse: Römerberg 7, 65366 Geisenheim

Das Angebot an leckeren selbstgemachten Chutneys, Brotaufstrichen und Saucen ist das gleiche. Und das Ambiente ebenso bezaubernd wie am alten Standort bei der Waas’schen Fabrik.

 

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Inhaberin Hilde Seitz-Meißner steht so oft sie kann am Herd und zaubert neue Produkte. Oft bleibt auch Zeit für einen Kuchen, den man beim Shoppen in ihrem Laden zusätzlich genießen kann.

 

Die Knorzelstube ist das Einkaufsparadies für Gourmets und Genießer und für alle, die auf der Suche nach schönen Geschenken sind. Oder Mitbringseln aus dem Rheingau.

Mit der Knorzelstube in Geisenheim hat Hilde Seitz-Meißner ein kleines Lecker-Schmecker-Wohlfühl-Paradies geschaffen. Neben vielen leckeren Sachen gibt’s auch viel Dekoratives zum Verschenken und Selber-behalten.

Finden tut hier jeder was – auch Weine regionaler Winzer sind dabei. Stöbern lohnt sich – und bald gibt’s auch gemütliche Sitzmöglichkeiten vor dem Laden.

 

 

 

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Dinner in weiß

Ob Diner en blanc, Dinner in white, Party in weiß – alles Name für Sache. Die Idee: viele Menschen treffen sich zu einem edlen Picknick in weiß Die Garderobe ist weiß, ebenso die Tischdecken, das Geschirr, die Servietten. Dazu fein angestimmt Leuchter und Besteck in Silber, weiße Kerzen, gerne auch weiße Blumendeko: Manche gehen sogar soweit und bringen ausschließlich weiße Speisen mit: Camembert, weiße Cremes, weiße Torten, Brot und Wein.

Im Rheingau finden mehr und mehr solcher Diner en blanc-Veranstaltungen statt. In Eltville treffen sich schon seit vielen Jahren Gruppen von Freunden am Rheinufer zu einer Party in weiß. An diesen Abenden wird nicht nur gemeinsam geschlemmt, sondern auch stets für einen guten Zweck gesammelt und gespendet. Der gute Zweck steht bei den meisten dieser privaten Veranstaltungen im Vordergrund.

Das Dîner en blanc ist mittlerweile zu einem weltweiten Phänomen geworden. Seinen Ursprung hat das kulinarische Großereignis in Paris. Der Franzose Francois Pasquier verlegte im Sommer 1988 seine überfüllte Gartenparty spontan in den nahegelegenen Park Bois de Boulogne. Das außergewöhnliche Picknick kam als Dinner in White so gut an, dass man sich seitdem jedes Jahr im Juni aufs Neue zum gemeinsamen Dinner trifft, darunter an berühmten Pariser Orten wie dem Innenhof des Louvre oder der Avenue des Champs-Élysées.

Im Gutspark Baron Knyphausen findet am kommenden Wochenende 5./6. August eine öffentliche Just White Picknick Party statt. Da gibt’s dann edle Picknickkörbe, gefüllt mit Wein und Schmaus, die man am besten vorab reserviert. Die Weinlounge 1141 wird ebenfalls im Motto „Just White“ dekoriert und die Gäste mögen sich doch bitte ganz in Weiß kleiden. Dazu gibt’s am Samstag Live Musik von „A lot of Bossa & All that Jazz“ aus Frankfurt. Mehr Infos hier.

Am 31. August findet die Party Just in White am Niederwald statt. Auch hier lautet der Dresscode ganz in weiß. Gäste in Weiß parken an diesem Abend kostenfrei und erhalten beim Lösen eines Tickets an der Seilbahn Talstation 1 Pikkolo pro 2 Gäste kostenfrei. Die Seilbahn fährt bis 23:00 Uhr. Musik gibt’s natürlich auch hier: ab 18 Uhr DJ Michi und ab 20 Uhr Dominik Thomas.

Und natürlich könnt ihr auch einfach eure ganz privaten, spontanen weißen Dinner organisieren, das macht Spaß, und wenn dann auch noch für einen guten Zweck gesammelt wird, tut man auch noch gutes.

 

Tropen Tango im Rheingau

Am ersten August-Wochenende tobt der Tango in Wollmerschied. Wer Wollmerschied nicht kennt: das ist ein Ortsteil von Lorch im Rheingau. Und da findet jedes Jahr und so auch 2017 wieder das Musikfestival Tropen Tango statt: Im magischen Dreieck zwischen Natur, Freunden und mitten im Sound. 5 Bühnen, Kultur auf dem Acker mit Kleinkunst und Workshops, WandelWald mit Wandlungspforten, Giraffen im Wald, Kinderspace und jede Menge Mucke.

Ich gestehe, ich war auch noch nicht da – aber ich hab ein paar Kumpels, die sind Musik- und Festival-süchtig, Dauerbesucher bei Rock am Ring und anderen ähnlichen Veranstaltungen. Die haben mir vom Tropen Tango vorgeschwärmt.

Vorletztes Wochenende hat mich schon das Musikfestival Heimspiel Knyphausen in Eltville-Erbach begeistert. Als meine Mutter die Bilder davon sah fühlte sie sich an Woodstock erinnert. Ich find’s klasse, dass wir neben dem eher klassisch-konservativen Rheingau-Musik-Festival auch solche alternativen Festivals zu bieten haben. Und der Tropen Tango scheint mir besonders alternativ zu sein.

Zur Einstimmung empfehle ich die Facebook-Seite der Veranstalter. Und eine Übersicht der erwarteten Künstler gibt’s auf der Webseite.  Zudem findet ihr auf Youtube jede Menge Videos aus den Vorjahren.

   

Übrigens suchen die Macher noch Unterstützung – ihren Aufruf will ich mit euch teilen. Vielleicht finden sich hier ja noch ein paar Interessenten.

Das Boot ist noch nicht voll!
Dieses Festival wird gemacht von vielen Musikfans & Action-Freaks
da kannst DU auch dabei sein!
Jeder kann mitmachen, ob Kartoffeln schälen, ein Schloß bauen oder was völlig Neues erfinden!
Dafür gibt’s garantiert keine Kohle, vielleicht ne Anstecknadel, auf jeden Fall aber mehr zu futtern als ein Astronautenfrühstück, neue Freunde, ne hotte Zeit, jede Menge Geschichten…
…und das Tropen-Tango-Festival 2017 !!!

Wer kann – hingehen! Solche coolen Veranstaltungen müssen besucht und unterstützt werden. Folgt dem Aufruf der Tropentangotänzer:

Wir sind ein sehr junges Festival, ein zartes Pflänzchen, auf einsamen Höhen den rauen Winden ausgesetzt. Dieses Festival-Pflänzchen braucht Schutz und Pflege, liebevolle Aufmerksamkeit ( social awareness ) und Förderung. Deswegen bitten wir alle daran mitzuhelfen – als Organisation, als Gast und Gästin, als Mitbürger und soziales Umfeld. Kunst und Feste gehören zusammen, gute Stimmung kommt nicht aus der Retorte, gutes Klima, gute Gegend auch nicht. Wir möchten alle Beteiligten ermuntern alles zu tun, was zum Gelingen unserer 3 glorreichen Tage beiträgt.  3 Tage für’s Glück. Und Frieden.

Ausflug zum Wispersee

Foto: DigiAtel Heibel

Die Rheingauerin Petra Weiler ist leidenschaftliche Mountainbikerin und Bike Guide. In ihrem Blog berichtet sie über ihre vielen tollen Touren in und um den Rheingau. Eine davon geht an den Wispersee – ein 200 Meter langer Stausee in der Nähe von Heidenrod. Und auf diese Tour will ich euch hier Lust machen.

Ein bisschen was zur Lage des Wispersees: der nächste Ort ist Wisper, das viertkleinste Dorf von Heidenrod. Der Wispersee liegt westlich des Ortes.Wisper liegt zwei Kilometer von der Wisperquelle entfernt in Hanglage oberhalb des südlichen linken Ufers der Wisper. Wir befinden uns hier an der Grenze des Wispertaunus. Umgeben ist Wisper vom Mappershainer Kopf im Norden, dem mit 548 Meter höchsten Berg des westlichen Hintertaunus, dessen südliche Schulter als Wisperer Kopf auf den Ort herabblickt, während im Süden der Röderkopf und im Osten die Platte liegen.

Die Radtour zum Wispersee hat es in sich: Petra vergleicht sie mit einer kleinen Alpenetappe. Startpunkt ihrer Tour ist Oestrich-Winkel – es gilt 750 Höhenmeter und 33 Kilometer bis zum Wispersee zu bewältigen. Die Strecke geht über die Wickersheller Brücke, die Wisperstraße entlang, bietet viele Serpentinen und belohnt schließlich mit einem wunderschönen Rastplatz am Wispersee zwischen Wiesen und Bäumen.

Rückwegs geht es am linken Ufer der Wisper entlang hinauf zum Schmandkopf, runter nach Niedergladbach und wieder bergauf zum Erbacher Forsthaus. Schließlich dann über die Hallgarter Zange zurück nach Hause. Wenn ihr das geschafft habt, werdet ihr wohlig ermattet und sehr glücklich sein.

Die detaillierte Beschreibung der schönen Tour findet ihr hier. Und wer nicht allein fahren will, der nimmt einfach mit Petra Kontakt auf.

Liebe Petra – vielen Dank für die Bereitstellung deiner Bilder (sind auch alle auf Petras Blog zu finden).

 

 

Gastronomie mit Blick auf den Rhein

Nicht nur die Besucher des Rheingaus auch die Rheingauer selbst lieben es auf den Rhein zu schauen. Einer der schönsten Sätze, die der Eltviller Bürgermeister Patrick Kunkel mir gegenüber mal ausgesprochen hat war: „Ich sehe zu, dass ich den Rhein mindestens einmal jeden Tag zu sehen bekomme.“ Das ist doch ein schöner Gedanke. Danach hab ich meine Blicke auf den Rhein viel bewusster wahrgenommen.

Und damit jeder den Rhein auf schöne und möglichst genussvolle Art zu sehen bekommt, habe ich hier mal einige gastronomische Locations  zusammengestellt, die am Rhein liegen bzw. den Blick auf den Rhein gewähren (wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit – ergänzende Tipps sind willkommen):

Walluf
Der Weingarten vom Josef Becker ist wunderschön, vor allem im Hochsommer lässt es sich dort gut aushalten. Man bringt sein eigenes Essen mit oder bestellt sich Pizza bei den ortsansässigen Pizzabäckern. Wein und Wasser bekommt man vor Ort. Das Wallufer Hausboot kennen viele – die Schwabbel. Seit dem Besitzerwechsel war ich noch nicht wieder da, deshalb kann ich aktuell zur Qualität von Service und Essen nichts sagen, aber die Location selbst ist einzigartig.

Im Rheinpavillion befindet sich ein italienisch angehauchtes Restaurant mit sehr gemütlicher Terrasse und einem Service, der noch ein bisschen an Fahrt aufnehmen könnte. Essen gut! Und der Segelclub ist ein echter Geheimtipp. Nur wenige wissen, dass man auch als Nicht-Clubmitglied dort essen gehen kann. Der Blick in den Yachthafen weckt Urlaubsgefühle.

 

Eltville
In Eltville genießt man den Rheinblick besonders schön in der Burg Crass, etwas ungezwungener beim Schoppen im Anleger 511 oder sehr lecker und rustikal im Weinhaus Krone (Lieblingsrestaurant einiger meiner Rheingauer Freunde).

Erbach
In Erbach wird’s schon ein bisschen schwieriger, weil ab hier die Bundesstraße parallel zum Wasser verläuft. Der Blick auf den Rhein ist gerade so noch gewährt, wenn auch nicht ganz frei und unbeschwert. Wie zum Beispiel bei Zum jungen Oetinger, wo es sehr leckeres italienisches Essen gibt (weniger Pizza, mehr so die feine Küche) und man als Hundehalter sehr, sehr freundlich begrüßt wird.

Hattenheim
Traumlocation in Hattenheim ist das Weingut Schönborn – am Wochenende leider meist überlaufen, Sonntags kann man dort ganz wunderbar frühstücken, und bei dem Blick auf den Rhein lohnt sich auch mal die ein oder andere längere Wartezeit. Die Vinothek ist übrigens wunderschön gestaltet. Direkt nebendran ist das Restaurant Rheinblick, hier ist ein Platz auf der Terrasse sehr empfehlenswert, der Blick ist unbezahlbar.

Wer hoch hinaus will, dem sei das Restaurant im Hotel Rebhang in Hallgarten empfohlen. Traumhafter Weitblick, unbedingt auf der Terrasse sitzen.

Oestrich-Winkel
Im Hotel Schwan gibt’s leider kein Restaurant mehr, dafür aber ein Café, das eine köstliche Currywurst serviert. Ich bin eher ein Fan der Kuchen, aber wer’s deftig mag, kommt hier auch auf seine Kosten. Zwar trennt auch hier die Straße die Location vom Rheinufer, aber das Glitzern des Rheins bei Sonnenschein lässt sich hier bequem genießen.

Geisenheim
Hier wird das Urlaubsgefühl besonders groß – so geht es mir zumindest wenn ich im Bootshaus oder in der Strandperle mit Weinstrand bin.

Rüdesheim und Assmannshausen muss ich erstmal auslassen. Nicht etwa weil ich da nichts mag, sondern weil ich schlicht und einfach noch nicht dazu gekommen zu testen, welche Locations da alle Rheinblick haben. Tipps nehme ich gerne entgegen und versuche hier noch diesen Sommer zu ergänzen.

Lorch
Direkten Blick auf’s Wasser bieten hier die Terrassen vom Weingut Ottes sowie vom Weingut Altenkirch. An beiden bin ich bislang nur vorbei gepilgert und hab noch nicht die Zeit zum Einkehren gefunden. Das hol ich aber noch ganz bald nach. Immerhin hab ich schon von den Weinen getrunken.

Pilgern auf dem Klostersteig

Der Rheingauer Klostersteig ist ein relativ neuer Wanderweg, der vom Kloster Eberbach an insgesamt 6 Klöstern vorbeiführt und in Aulhausen endet. Die Strecke beträgt ca. 30 km und kann von geübten Wanderern sicherlich an einem Tag bewältigt werden. Angenehmer sind zwei. Hat man alle 6 Klöster besucht, erhält man am Ende in Aulhausen das Eberbacher Pilgerkreuz.

   

Ich hab’s geschafft. Mit meiner Freundin Eva und den Hunden Alfons und Seppl sind wir an zwei Tagen den Klostersteig im Rheingau gelaufen.  Es war großartig, es war wunderschön, es war heiß und es war anstrengend.

Das Fazit in Zahlen:
Insgesamt 34 Kilometer Fußmarsch. 2 Frauen, 2 Rüden, 14 Zecken von den Hunden geklaubt, 2 davon mit Pinzette, 1 Bienenstich (ich!), 2 Blasen (Eva), 6 Kloster, 6 Stempel im Pilgerpass, 2 Pilgerkreuze erarbeitet, 24 supernetten Menschen begegnet ebenso wie 3 Rehen.

Wir sind nun alle vier nicht so die spirituellen Geister, wir hatten auch keine Probleme zu verarbeiten oder große Entscheidungen zu fällen – wir wollten uns einfach mal eine kleine Auszeit vom Alltag nehmen, gemeinsame Zeit verbringen und mit unseren Hunden auf Tour gehen.

Neben Weg und Wanderung war unsere Übernachtungseinkehr das größte Highlight – wir haben einen kleinen Umweg nach Stephanshausen eingebaut, um dort im Landgasthaus König zu übernachten. Ich kann’s nur empfehlen. Ich bin in meinem Leben selten so herzlich begrüßt und bewirtet worden wie hier, ganz zu schweigen von der sensationellen Vesper, die uns abends serviert wurde.

   

Zum Klostersteig selbst: wir sind am ersten Tag am Kloster Eberbach gestartet, gleich den ersten Stempel in den Pilgerpass gedrückt und dann sofort bergauf. Heißt ja auch Steig! An dem Tag erreichte das Thermoter 35 Grad. Die waren auf den wunderschönen Waldwegen gut zu ertragen, dennoch haben wir langsam gemacht. Nach etlichen Stunden und 10 km Marsch erreichten wir die Pfingstbachwiesen (Oestrich-Winkel) – ich hab unsere Hunde selten so glücklich gesehen. Nicht nur sind sie direkt in den Bach gesprungen – als wir an den Teichen vorbeikamen, sind sie da auch noch reingehüpft.

Den zweiten Stempel gab’s nach 14 km dann endlich in der Basilika von Schloss Johannisberg. Das war gefühlt die härteste Wegstrecke. Nie hat eine Apfelsaftschorle besser geschmeckt als an diesem Nachmittag.

Am zweiten Tag sind wir dann von Stephanshausen einen wunderschönen Weg am Bach entlang bis zum Kloster Marienthal gelaufen. Es regnete ein bisschen, was wir nach dem heißen Vortag als sehr angenehm empfanden. Das schöne auf diesem zweiten Teil der Strecke: die Klöster liegen näher beieinander und man kommt schneller an seine Stempel. Das gibt einem so ein befriedigendes Erfolgserlebnis. Und die Klöster sind alle wunderschön. Kloster Nothgottes kannte ich noch gar nicht, hier haben wir uns ein bisschen länger aufgehalten und die absolute Stille genossen.

Beeindruckend war das Draufzulaufen auf die Abtei St. Hildegard (Rüdesheim) – man kommt von unten durch die Weinberge hoch. Ich finde dieses Kloster einfach wunderschön. Und der Empfang dort war absolut entzückend, sowohl wir als auch unsere Hunde wurden aufs herzlichste begrüßt. Hier gab’s dann erstmal eine kalte Johannisbeerschorle und ein Pilgerbrötchen (aus dem Kloster Café).

Danach weiter bergauf Richtung Aulhausen zum Kloster Marienhausen. Hier wurden wir zum Schluss der Strecke nochmal von sehr abwechslungsreichen und wunderschönen Strecken auf kleinen Trampelpfaden durch und am Wald entlang belohnt.

Insgesamt eine sehr schöne und sehr empfehlenswerte Strecke, die man vielleicht besser im Frühjahr oder Herbst laufen sollte und nicht unbedingt wie wir bei über 30 Grad. Die Aussicht auf den einzelnen Streckenabschnitten ist jedesmal wieder atemberaubend.

Noch ne Info: Es gibt ausreichend Gelegenheiten Wasser nachzufüllen (wir sind jeder mit 2,5 Liter pro Frau-Hund-Team gestartet und haben bei jeder Gelegenheit aufgefüllt). An jedem Kloster sind Toiletten verfügbar. Und allzu viel Proviant muss man nicht mitnehmen, es gibt ausreichend Möglichkeiten sich zu versorgen (u.a. Hallgarter Zange, Johannisberg, St. Hildegard).

   

Zur Vorbereitung gibt’s hier jede Menge Infos.

Heimspiel mit Gisbert zu Knyphausen

Endlich ist es soweit – am Freitag, dem 21. Juli startet wieder das große Musikfestival Heimspiel Knyphausen auf dem Gelände des Draiser Hofs in Eltville-Erbach. Bis einschließlich Sonntag treten zahlreiche Künstler und Musiker auf, darunter solch bekannte wie Elements of Crime und Judith Holofernes, die ehemaligen Frontfrau von Wir sind Helden.

Heimspiel Knyphausen darf sich zu einem der größten Open-Air Festivals im Rheingau zählen. Das Festival auf dem historischen Draiser Hof ist noch jung. Es fing an mit Solo-Konzerten des deutschen Liedermachers Gisbert zu Knyphausen, der hier auf dem elterlichen Hof aufgewachsen ist. Einmal im Jahr kommt er in den Rheingau zurück und begeistert hier seine Fans mit seiner Musik. Vor ein paar Jahren entstand der Idee, auch befreundete Bands und Solokünstler einzuladen. Und so waren die Weichen für das Festival Heimspiel Knyphausen gestellt. 2014 wurde aus einer eintägigen Veranstaltung erstmals ein ganzes Festival-Wochenende.

Die Veranstaltung ist schon seit Wochen ausverkauft – aber kleiner Tipp: für Sonntag gibt es noch Restkarten zum  Heimspiel Frühschoppen (über AdTicket für 12,50 Euro). Ab 10 Uhr ist Einlass und dann gibt es erstmal ab 10.15 Uhr ein Yogaprogramm vor der Bühne. Danach kommt die Band Torpus & The Art Directors. In der Umbauphase macht das Galli-Theater eine Kindervorführung in der Weinlounge 1141, der Froschkönig. Danach geht es weiter mit Judith Holofernes.

Noch ein Highlight ist der Heimspiel Liner: das Schiff dreht am Samstag, dem 22. Juli seine Runde um die Mariannenaue. Wer mitfährt genießt vor dem Konzert eine entspannte Schiffs-Tour mit Blick vom Sonnendeck auf die schönste Insel des Rheins, die Mariannenaue, und den weitläufigen Rheingau entdecken könnt. Das Schiff ist exklusiv für die Gäste des Heimspiels reserviert. Der Heimspiel-Liner startet um 14:15 Uhr vom Ableger Eltville-Erbach. Eine weitere Möglichkeit zum Einstieg ist der Ableger Eltville-Altstadt um 14:30 Uhr. Danach fährt das Schiff seine Route um die Mariannenaue und legt um 15:30 Uhr wieder in Eltville-Erbach an. Hier ist der Ausstieg für alle Fahrgäste. Zum Festivalgelände sind es 15 Gehminuten entlang des Rheins. Idee & Veranstalter: Kai´s Rhine Valley e.K., 65366 Geisenheim-Johannisberg.

Die Weinlounge 1141 bleibt übrigens das ganze Wochenende geschlossen und ist nur für Inhaber von Festivaltickets zugänglich.

Bilder zu einem Großteil von gutshotel-knyphausen.de oder heimspiel-knyphausen.de.

Bloggende Eltvillerin bringt Glück

Der Rheingau wimmelt nur so von kreativen Menschen. Und darunter befinden sich auch so einige Blogger. Also so Schreiberlinge wie ich selbst eine bin. Die Eltvillerin und Kreativ-Bloggerin Elli Böttcher kann aber noch viel mehr: die ist so richtig kreativ, handwerklich geschickt, kann malen und basteln und hat vor allem richtig tolle Ideen.

Im richtigen Leben ist Elli Böttcher Mama und arbeitet in der Online-Redaktion vom SWR4. Und in ihrer Freitzeit bastelt sie ganz viel, mal mit und mal ohne ihre Kinder, für Erwachsene wie für Kinder, kleine Sachen, große Sachen. Manchmal kocht sie auch. Oder sie gestaltet. Oder sie begibt sich in die Natur, um sich mit Kräutern zu beschäftigen. Nun denkt ihr vielleicht, das machen ja viele. Das besondere an Elli Böttcher: sie kann das, was sie macht, ganz toll anderen weitervermitteln – sowohl persönlich als auch in ihrem Blog. Sie dokumentiert jeden Schritt so, dass das Nachmachen ganz einfach wird.

Und Elli Böttcher hat verrückte Ideen mit denen sie andere begeistert. Ihren Adventskalender zum Bespiel, den man sich sowohl real als auch virtuell anschauen konnte. Die Ideen gehen ihr einfach nicht aus. Sie will gar nicht ewig nur eine Sache verfolgen und zum Beispiel 100 tolle Schlüsselanhänger aus glücksbringenden Rheinscherben produzieren – obwohl die bestimmt reißenden Absatz fänden (sie sind wirklich wunderschön, graviert mit Sprüchen oder kleinen Zeichnungen, immer irgendwie in Bezug auf den Rhein oder den Rheingau).

Elli Böttcher liebt die Abwechslung. Und den Rheingau. Wir können also sicher sein, dass sie uns hier erhalten bleibt und gespannt, mit was für weiteren tollen Ideen sie uns begeistern wird. Schaut euch den Blog auf jeden Fall mal an! Wer gerne bastelt, findet hier viele tolle Ideen. Aber auch auf der Suche nach Geschenken oder Aktionen für Kindergeburtstage findet man die ein oder andere Anregung. Einfach nur Stöbern macht auch Spaß.

Und da wir zwei uns bei unserem ersten Treffen am Weinstand von Eltville direkt so gut verstanden haben, planen wir auch schon ein paar gemeinsamen Aktivitäten – ihr dürft also gespannt sein.

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Wochenendtipps zum 14. Juli 2017

Ja, es wird mal wieder Zeit für eine Runde Wochenendtipps. Am bevorstehenden Wochenende stehen so viele tolle Feste an, dass ich gar nicht weiß wo ich hin soll und wie ich anfangen kann.

Meine Lieblings-Sommerfest findet statt – im Garten der Villa Gutenberg in Winkel. Die Familie Nägler öffnet Haus- und Gartenpforte, bietet verführerische Geschmackserlebnisse, Weinproben, Musik und gemütliches Beisammensein im gesamten Garten und auf der Terrasse. Das Haus liegt etwas erhöht mit Blick über Weinberge auf den Rhein. Man sitzt auf Gartenstühlen und Bänken, berührt beim Schwätzen das Weinlaub und kommt in ein verzauberndes Urlaubsfeeling. Dazu ein Glas vom Classic und alles ist gut.

In Geisenheim findet das alljährliche Lindenfest statt. Da feiern die Geisenheimer traditionell ihre Linde, die immer noch einen zentralen Punkt in der Innenstadt darstellt. Drumherum fächern sich dort die Geschäfte und zum Feste die vielen Buden, Stände und auch Fahrgeschäfte.

 

Die Lorcher laden zum Hilchenfest – dem alljährlichen Weinfest rund um das historische Hilchenhaus in Lorch. Von Freitag bis Sonntag bietet ein buntes Programm viel Abwechslung und Stimmung. Bei den Lorchern geht’s meist sehr familiär und kuschelig zu.

 

Nicht weniger familiär wird’s in Eltville-Martinthal. Die Martinsthaler Nachbarn laden ein zum Essen, Trinken & Feiern „uff de Gass“ – dem Hauptstraßenfest. Im Zeichen der Martinsthaler Wildsau, der bekannten Weinlage des malerischen Weinortes und dem angrenzenden Wildsauplatz, wird gefeiert, getrunken und geschlemmt. Viele Höfe der Anwohner sind nur zu diesem Fest geöffnet, Rheingauer Köstlichkeiten warten darauf von genussliebenden Menschen verzehrt zu werden.

Betti und Denis Herth, die in Herth’s Lädchen nicht nur eigene edele Säfte mit Schuss anbieten, sondern auch Weine der benachbarten Winzer und Obst und Gemüse aus der Region, öffnen die neue Vinothek. An allen drei Tagen gibt es hier Liköre, Wein und Sekt aus Martinsthal sowie am Sonntag Kaffee und Kuchen.

Eines der Highlights des Straßenfestes ist für mich der Partysommer bei Diefenhardt. Ich liebe den Innenhof hier, der sich für einen Abend in eine coole Partylocation verwandelt, wo man richtig schön tanzen kann. Natürlich gibt’s auch hier viele Leckereien und dazu den Diefenhardt’schen Wein. Samstag ab 21 Uhr legt DJ Jobbo auf.

Neu ist das Martinsthaler Wildsau Brunch am Sonntag: Landhausfrühstück trifft Rheingauer Spezialitäten. Nur auf Anmeldung, Reservierungen hier.

Und beim Prinz von Hessen in Johannisberg startet die 10tägige Straußwirtschaft – auch hier sitzt man extrem gemütlich im Garten auf feinen Stühlen oder loungigen Palettenmöbeln. Am Sonntag kann, wer will, sich hier im Bogenschießen üben. (Hab’s selbst schon ausprobiert, macht richtig viel Spaß und der Veranstalter Kai Teggemann erklärt supergut!)

Egal was ihr unternehmt und wo ihr seid – habt viel Spaß und genießt unseren schönen Rheingau!