Hundegassi in Wassernähe – Martinsthal

Im Sommer, wenn es heiß wird und sich auf dem Leinpfad mehr und mehr Menschen tummeln und vergnügen, suchen meine Beagles und ich uns gerne andere Spazierwege als die am Rhein.

Mich zieht es immer wieder zum Wasser und auch für die Vierbeiner ist es in Wassernähe deutlich angenehmer als zum Beispiel in den staubtrockenen Weinbergen. Die Beagles sind zwar keine Wasserratten, aber mit den Füßen durchs Wasser laufen tun sie auch gerne.

Und da es vielen anderen Hundehaltern vielleicht ähnlich geht, verraten wir hier im Blog unsere liebsten Spazierwege im Rheingau, die sich in der Nähe von Bächen und Flüssen befinden.

 

Unser absoluter Favorit – Gassiweg in Martinsthal

Kommt man mit dem Auto nach Eltville-Martinsthal parkt man am besten am Parkplatz vom Weinprobierstand. Ortskundige kennen andere gute Parkplätze. Grundsätzlich ist der Weinprobierstand (kurz WPS) ein guter Startpunkt (und Endpunkt!).

 

 

Der Wallufbach fließt hier direkt vorbei. Man kann von hier aus einen wunderbaren kleinen Rundweg drehen, entweder rechts vom Bach oder links davon, an drei Stellen gibt es die Möglichkeit, den Bach zu überqueren.

 

Der WPS hat im Sommer an den Wochenende geöffnet – und das besondere hier ist, es ist der einzige im Rheingau mit Küche, wo es auch mal Schnitzel und andere Leckereien zu speisen gibt.

 

Der Hundefriseur im Rheingau

Luca D‘Aversa ist Hunde- und Katzenfriseur. Dass er seinen Beruf und seine vierbeinigen Kunden liebt, merkt man schnell. Seit einem Jahr betreibt er nun seinen kleinen, feinen Salon in Assmannshausen, ein bisschen versteckt hinter einem Torbogen in einer Seitenstraße.

Aber Tierliebhaber kennen ihn. Seine Kunden kommen aus Mainz, Wiesbaden, Frankfurt und sogar noch weiter weg um ihre Lieblinge bei Luca frisieren zu lassen.

Aber nicht nur für die Schönheit der Fellnasen sorgt Luca. Auch Pflege und Gesundheit sind ihm sehr wichtig. Immerhin hat der charmante Italiener neben seiner dreijährigen Ausbildung zum Hundefriseur auch vier Jahre in einer Tierklinik gearbeitet. Und so gehören Zahnhygiene und Physiotherapie heute ebenfalls zu seinem Leistungsangebot. Zudem können Kunden in Lucas kleinen Ladengeschäft auch Futter, Halsbänder, Leckerli und Spielzeug erwerben.

Bei den Futter- und Leckerlisorten legt er sehr viel Wert auf hohe Qualität und vertreibt nur solche Produkte, hinter denen er mit gutem Gewissen steht.

Telefonisch Terminvereinbarung wird empfohlen, Tel. 0157/86945764.

Seine Ausbildung zum Hundefriseur hat Luca in Italien absolviert. In Deutschland lebt er jetzt seit vier Jahren – nachdem er einen Urlaub im Rheingau verbracht hat und sich in die schöne Region verliebt hat.  Von Rom in den Rheingau, sozusagen.

Luca selbst lebt übrigens mit zwei amerikanischen Cocker Spaniels zusammen.

Mein Outing als Hundemensch

Heute mal was ganz persönliches! Es ist offiziell. Ich bin ein Hundemensch. Ich mache Sachen, die andere unmöglich finden. Oder nicht verstehen. Aber egal, ich lasse sie leben und mach einfach so weiter.

 

 

Bei mir dürfen Hunde auf die Couch. Und noch besser: sie dürfen ins Bett – egal ob ich da drin liege oder nicht. Ja natürlich hinterlassen sie Haare. Und Sabberspuren. Und manchmal auch richtig fette Pfotenabdrucke aus Sand und Gras. Ich hatte auch schonmal einen Knochen unterm Kopfkissen. Sehr kuschelig.

 

Als Kind vom Lande, das mit Katzen groß geworden ist, bin ich vielleicht hart gesottener als andere. Bei uns lebten die Katzen im Haus und im Freien – und da kam es doch öfter mal vor, dass die ein oder andere Maus ihren Weg in mein Kinderzimmer fand. Manchmal hatte sie den Schwanz noch dran, manchmal auch nicht.

Und viele von denen lebten noch, versteckten sich in meinen Hausschuhen (ein sehr ulkiges Gefühl wenn man da mit nacktem Fuß reinschlüpft und es sich warm und weich anfühlt) oder versteckten sich unterm Bett, um einem dann nachts im Schlaf übers Gesicht zu laufen.

 

So gesehen ist das mit Hund im Bett doch deutlich entpannter – ein paar Haare, ein paar Sandkörner, die Bettwäsche wird öfter gewechselt. Und in kalten Nächten kuschelt sich das weiche, warme Tier an einen und hält warm. In warmen Nächten halt leider auch.

 

 

Meine beiden Beagles und ich leben gerne hier im Rheingau. Uns geht’s supergut hier. Wir werden weiterhin die schöne Gegend erkunden und immer mal wieder ein paar neue Tipps veröffentlichen. Lasst uns gerne wissen, wenn es Themen rund um den Hund gibt, die euch besonders interessieren.

 

 

Sonne auf der Bubenhäuser Höhe

Die Bubenhäuser Höhe von Rauenthal ist normalerweise für ihren traumhaften Blick auf Eltville, die Nachbarorte und den Rhein bekannt. Heute war davon aber nichts zu sehen. Unterhalb der Höhe nur eine wabernde weiße Nebelmasse.

 

 

Den ganzen Tag hatten wir im tristen Nebel verbracht, den Morgenspaziergang am Rhein zwar wie immer sehr genossen, aber es fehlte eben an Licht. Alles Hoffen auf Aufklaren war vergeblich. Aus dem Küchenfenster konnten wir grad noch so die Bäume vor der Tür erkennen, unser sonst so schöner Blick auf den Rhein war nicht vorhanden.

 

So haben die Beagles und ich uns also am Nachmittag auf den Weg nach Rauenthal gemacht und wurden mit strahlendem Sonnenschein und klirrender Kälte belohnt. Wer noch nicht da war: die Bubenhäuser Höhe ist ab Ortsmitte ausgeschildert, man parkt auf einem großen Parkplatz und hat von dort aus die Möglichkeit, verschiedene Runden zu drehen.

 

An sonnigen, weniger kalten Wochenenden rate ich von einem Besuch eher ab, da ist es dort viel zu voll. Aber heute waren vor allem Rheingauer und die Rauenthaler Hundebesitzer dort oben unterwegs und freuten sich genau wie wir an den Sonnenstrahlen.

 

  

Hundesport im Rheingau

img_5369Auf Drängen einer lieben Nachbarin haben sich die Beagles am Sonntag mal wieder sportlich betätigt. Wir wurden in den Garten eingeladen, wo auf mich eine gekühlte Flasche Sekt wartete, auf die Hunde ein kleiner Parcours mit sogenannten Agility-Geräten. Wer das nicht kennt: variabler Hürden- und Hindernislauf für den Hund. Naja, für den Menschen irgendwie auch. Irgendwer muss den Hund da ja durch schubsen und ziehen. Oder motivierend voranspringen.

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Nun ist es mindestens fünf Jahre her, dass die Beagles und ich diesen Agility-Sport zuletzt aktiv betrieben haben. Ich hab sogar mal einen Trainerschein gemacht – viel hängen geblieben ist davon nicht und mit einem Beagle im Parcours nimmt einen eh keiner so richtig ernst bei dieser Sportart. Das machen eher so Streber wie Border Collies und Australian Shepherds.

4762384962_c2db33e4d6_zNun gut, wir hatten uns also Sonntag verabredet – und in unserer Runde war kein einziger Streberhund. Immerhin sind wir ein paar Mal durch den Slalom gelaufen und über die Hürden gesprungen und sogar durch den Tunnel gerannt. ich nicht, die Hunde. Irgendwann war es aber für die Vierbeiner einfach spannender durch’s bunte Laub und über die Wiesen zu rennen – die Frauchens trösteten sich ob dieser Insubordination am kühlen Sekt und erfreuten sich der glücklichen Fellnasen.

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Sollte jemand den Spaß mal etwas professioneller ausprobieren oder sogar ernsthaft betreiben wollen, es gibt im Rheingau ein paar tolle Möglichkeiten. Allen voran die Powerdogs in Walluf, ein Hundesportverein, den ich selbst sogar mitgegründet habe. Aber auch vom Rheingauer Pfotentreff in Oestrich  hab ich schon gutes gehört.

Hund sein im Rheingau

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Seppl und Casper können es bestätigen – Hund sein im Rheingau ist großartig. Da gibt es so viel abwechslungsreiche Gassistrecken zu erkunden, man trifft bei jedem Spaziergang auf neue und auf altbekannte Hunde. Am Rhein kann man Enten jagen – naja, das war früher interessanter, heute sind die beiden schon etwas älter und ruhiger und wenn dann jagt Seppl lieber mal ’nem Radfahrer hinterher, der so unachtsam war ihn anzusprechen. In den Weinbergen gibt’s viel zu schnüffeln…Wildschweine, Hasenpüpse, Rehspuren, Essensreste der Winzer und Wanderer. Und am schönsten sind die Gassiwege entlang von Bächen, wo man sich richtig schön nass und matschig eindrecken kann. Mehr von den Wuffs bald hier.