Was tummeln sich denn da für auffällige schwarze, rote und goldene Figuren in Eltville? Für Gartenzwerge sind sie zu groß, für Menschennachbildungen eigentlich zu klein. Wer genau hinschaut und ein bisschen die Ohren auf hat, der weiß bereits, dass es sich bei den Figuren um den Herrn Gutenberg handelt. Der, der den Buchdruck erfunden hat.

Die Installation des Konzeptkünstler Ottmar Hörl bildet den Höhepunkt des Gutenbergjahres 2018 in Eltville. Noch bis zum 23. September 2018 kann sich jeder der/die mag, die 165 Figuren im Rosengarten der Kurfürstlichen Burg Eltville anschauen. BLACK Magic: gutenberg@eltville nennt sich die Ausstellung anläßlich des 550. Todestages von Johannes Gutenberg. Und es lohnt sich, durch den Rosengarten zu schlendern und die etwa ein Meter großen Gutenberg-Skulpturen in Augenschein nehmen.

Nicht nur das: ihr dürft sie anfassen, umstellen, neu gruppieren, hochheben, Selfies mit ihnen machen und sogar euren Hund daneben legen. Das hab ich gemacht – die Beagles sind aber eindeutig nicht am Buchdruck interessiert.

Der Künstler

Ottmar Hörl schafft keine Denkmäler oder Statuen im klassischen Sinn, sondern kreiert nachhaltige, kommunikative Anlässe, die als Impuls zur Auseinandersetzung anregen sollen. Seine Kunst ist Ereignis, Erlebnis, das Menschen auf aller Welt inspirieren und verbinden soll. Bürgermeister Patrick Kunkel ist glücklich und stolz, dass Ottmar Hörl dem Wunsch, eine weltweit einmalige, temporäre Gutenberg-Installation in der Gutenberg-Stadt Eltville durchzuführen, nachgekommen ist.

BLACK Magic: gutenberg@eltville

So der vom Künstler selbst gewählte Titel der Ausstellung, die die Verbindung vom Buchdruck zur heutigen Magie der Digitalisierung darstellen soll.

Neben der Installation können die Besucher auch im kleinen Gutenberg-Museum in der Burg und bei zahlreichen Veranstaltungen im Gutenberg-Jahr auf den Spuren des berühmten Buchdruckerfinders wandeln. Eltville setzt mit dieser magischen und bunten Installation ein klares Zeichen dass der Herr Gutenberg auch nach Eltville gehört. Es macht mir den Anschein, dass er sich hier sehr wohl fühlt.

Die Ausstellung ist bis zum 23. September bei freiem Eintritt täglich von 10.30 Uhr bis 19 Uhr im Burggelände zu erleben. Es lohnt sich.

Wer mag kann auch Gutenberg-Pate werden und nach der Ausstellung einen der Kerle mit nach Hause nehmen. Der Erwerb geht dem Erhalt der Kurfürstlichen Burg zugute.

 

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