Pepinello und das Eltviller Puppentheater

Seit acht Jahren gibt es das Eltviller Puppentheater schon. Insgesamt haben die ehrenamtlichen Kreativen des Projekts schon 16 Stücke aufgeführt, bis auf zwei alle selbst geschrieben. Gespielt werden Stücke für Kinder und Erwachsene rund um den Kasper Pepinello und seine Freunde. Es sind aber auch mal ganz andere Charaktere dabei – zum Beispiel der kleine Prinz in der aktuellsten Produktion.

Das Engagement der Puppenspieler ist enorm groß: das Puppentheater ist selbstgezimmert, die Kulissen entwirft und baut Ulrike Bachmann und auch die Puppen stellt sie mit viel Liebe und Sorgfalt in Eigenregie her. Rolf Lang ist für die Theaterstücke verantwortlich, Ulrich Bachmann leiht vielen Charakteren seine markante Stimme und Ulrike Folland bringt als Grundschullehrin das perfekte Gespür für die kleinen Zuschauer mit. Weitere Mitwirkende agieren im Hintergrund, zum Beispiel bei Licht und Technik.

Am kommenden Freitag hat nun das neueste Stück Premiere: Der kleine Prinz – frei nach Antoine de Saint-Exupéry – mit viel Rheingauer Kolorit. Dafür sorgt allen voran die wunderbare Ulrike Neradt, Rheingaus bekannteste Kabarettistin, Chansonette und Moderatorin.

Die Aufführungen finden im Gewölbekeller der Kurfürstlichen Burg zu Eltville (Zugang vom oberen Burghof oder vom Zwinger) und in Kooperation mit dem Partnerschaftsverein Eltville-Passignano e.V. (PEP) und der Stadt Eltville statt. Übrigens stammt der Name des Eltviller Kaspers Pepinello von PEP, dem Partnerschaftsverein Eltville-Passignano.

Karten kosten je nach Größe und Alter zwischen 6 und 12 Euro, wo man sie überall kriegt steht auf der Internetseite des Eltviller Puppentheaters.  Und ganz wichtig: Wer das Eltviller Puppentheater besucht darf keine Angst vor Zauberern und gefährlichen Tieren haben!

Die WineBank – ein vinophiler Club

Wer hat’s erfunden? Ein Rheingauer natürlich. Der Christian Ress vom wohlbekannten Weingut Balthasar Ress in Hattenheim. Die WineBank verfügt wie eine richtige Bank über Kunden, Karten und Schließfächer, ansonsten handelt es sich hierbei aber eher um einen Club, eine Community und eine Genusslocation.

 

Für einen monatlichen Beitrag ab 39 Euro wird man Mitglied bzw. Member und mietet ein Schließfach. Hier lagert man nach Lust und Laune seine persönlichen Weinschätze – unter optimalen klimatischen Bedingungen, versichert gegen Diebstahl und Feuer und mit einem besonderen Schutz gegen Korkmotten.

Die Kundenkarte mit PIN verschafft Zugang zu den fast künstlerisch anmutenden Räumlichkeiten. Es geht direkt hinab in einen cool gestalteten und ausgeleuchteten Keller. Die Betätigung der Kundenkarte aktiviert Licht und Musik und so taucht man direkt in eine einzigartige Clubatmosphäre ein, wenn man die Räume betritt.

Als Kunde/Member hat man nun jederzeit Zutritt zu diesen exklusiven Räumlichkeiten und darf bis zu sechs Gäste mitbringen. Die darf der WineBank-Kunde dann hier bewirten. Die zum Weingut gehörende Küche bietet eine bunte Mischung an erlesenen Köstlichkeiten, die im Keller serviert werden – gerne natürlich passend zu den jeweiligen Weinen, die man dazu genießen möchte.

Ein bisschen funktioniert die WineBank aber auch wie ein englischer Club – so kann das geneigte Mitglied einfach vorbeikommen, sich auf einen guten Tropfen freuen und dabei andere WineBank Mitglieder treffen und ein wenig netzwerken, fachsimpeln und Informationen austauschen. Bei solchen ungezwungenen Treffen öffnet dann jeder Anwesende mal ein Fläschchen aus seinem Schließfach und man teilt und genießt gemeinsam.

Mineralwasser und frische Gläser stehen übrigens allen Mitgliedern und Gästen jederzeit kostenlos zur Verfügung. Und für den spontanen Besuch mit Knabberlust gibt‘s stets Nüsse und Bretzelchen griffbereit.

Die Winebank gibt es auch noch in anderen Städten und Weinregionen – und ist man in einer Mitglied hat man automatisch Zutritt zu allen anderen.

Bei Interesse an einem eigenen Schließfach – einfach hier Kontakt aufnehmen. Wer die WineBank einfach mal so besuchen will, der schreibt mir und ich verrate wie’s geht.

 

 

Ist Rheingau Kulturland?

Seit ich im und über den Rheingau blogge komme ich mit vielen Rheingauern und Kulturschaffenden in Kontakt und somit auch mitten in die Diskussion um das „Kulturland Rheingau“. Das Logo gibt es seit etwa zwei Jahren, seitdem wird diskutiert. Ist der Rheingau Kulturland? Auf jeden Fall bietet der Rheingau jede Menge Kultur, insofern ja. Ob es das einzige ist, was den Rheingau ausmacht, wohl eher nein.

Dieser Blogbeitrag ist Teil einer Blogparade zum Thema Mein Sommer: Zwischen Brotjob, Kultur und Ferien. Und weil das so gut passt, hab ich mich entschieden erstmals an einer solchen Blogparade teilzunehmen.

Los geht’s: Mein Sommer: Zwischen Brotjob, Kultur und Ferien

Ferien hatte ich noch keine, die gibt’s Ende August. Meinem Brotjob in der besten Werbeagentur der Welt bin ich diesen Sommer nachgegangen wie auch schon im Frühling und Winter. Von meinen wunderbaren Kulturerlebnissen diesen Sommer möchte ich berichten:

#1 Erwanderung des Klostersteigs

Absolutes Highlight meines Sommers – zwei Frauen, zwei Hunden, zwei Tage lang unterwegs auf dem 30 Kilometer langen Klostersteig quer durch den Rheingau. An sechs wunderschönen Klöstern Rast gemacht und unsere Pilgerstempel abgeholt. Ein wunderbarer Marsch von Kloster Eberbach bis nach Aulhausen – mit faszinierenden Ausblicken und Eindrücken. Absolut empfehlenswert.

#2 Musikfestivals

Das Rheingau Musik Festival ist für mich Pflicht – ich gönne mir jedes Jahr mindestens zwei Veranstaltungen. Im letzten Jahr kam ich sogar in den Genuss von fünf – aber nur weil meine armen Eltern krank wurden. Ich liebe die Locations wie zum Beispiel die Seebühne auf Schloss Vollrads, den Cuvéehof im Schloss Johannisberg oder auch den Baiken in Eltville. Die Art der Veranstaltung ist beinahe zweitrangig – ich genieße Klassik genauso wie Jazz oder Kabarett.

Ein weiteres musikalisches Highlight war der Besuch des Musikfestivals Heimspiel Knyphausen in Eltville-Erbach – ein absolut entspanntes Festival, wo Kind und Kegel zusammenkommt, das traumhafte Ambiente des Gutsparks genießt, auf Decken liegend der Musik lauscht und Wein schlürft. Etwas tumultiger geht’s auf dem Musikfestival Tropen Tango in Wollmerschied ab.

 

# 3 Sommerlektüre

Gerade habe ich mir in der Oestricher Buchhandlung Idstein (ja, auch da kann man online bestellen!) die Krimikomödie Nur über unsere Leichen bestellt. Die Autorinnen leben alle im Rheingau oder unmittelbarere Nähe. Und wenn die Story auch im Weinland Mittenrhein spielt, erinnern die Beschreibungen doch stark an den Rheingau.

#4 Kulturschaffende

Und ich liebe es, Rheingauer Kulturschaffende zu treffen. Die meisten von ihnen vereinen sich im Rheingauer Kulturnetzwerk, das insbesondere von so wunderbaren Persönlichkeiten wie Ulrich und Ulrike Bachmann und auch Andrea Nusser und Volker Ostermann unterstützt wird.

Ein ganz besonderes Erlebnis war die Kunstaktion zum Lutherjahr von Michael Apitz als er sein Luther-Gemälde in der Wiesbadener Marktkirche mit Hilfe der anwesenden Gäste zusammenbaute.

Immer wieder schön sind die Bilder des Rheingauer Freizeit-Fotografen Thomas Weinsheimer, zu bewundern unter anderem auf seiner Webseite.

Auch ganz toll und empfehlenswert: die Kurse bei der Künstlerin Sitta Derstroff in ihrem Geisenheimer Atelier Sittart. Sitta bietet u.a. Kindermalkurse, aber auch spezielle Kurse zum Einstieg ins Wochenende, sozusagen Malen zum Entschleunigen.

Hervorheben möchte ich mein Treffen mit Esther Pscheidt, die unter dem Namen Holzwurm – schönes aus Treibholz schafft. Mittlerweile verschönern ihre Objekte diverse Hotels, Restaurants und Weingüter im Rheingau.

Und meine wunderbare lieben Freundin Nina unterstütze ich gerne bei ihrem Upcycling-Wertstücken, sie zaubert zum Beispiel aus alten Weinkisten neue Möbel und tolle Kunstwerke aus Weinbauabfällen.

Immer wieder stelle ich fest, wie wunderschön es ist, hier im Rheingau leben zu dürfen – da ist es doch ganz egal ob wir uns als Weinregion, Kulturland, Reiseregion, Schlemmerregion oder historisches Wunderland positionieren. Rheingau ist Kulturland – aber der Rheingau ist halt auch noch so viel mehr. Müsste ich dem Rheingau einen Stempel aufdrücken wäre es dieser: „Lieblingsregion Rheingau“.

Dieser Text gehört zur Blogparade Mein Sommer: Zwischen Brotjob, Kultur und Ferien von Bloggern rund um Wiesbaden. Kulturmacher*innen, die sich dieser Aktion anschließen wollen, finden die Teilnahmebedingungen hier.

Tropen Tango im Rheingau

Am ersten August-Wochenende tobt der Tango in Wollmerschied. Wer Wollmerschied nicht kennt: das ist ein Ortsteil von Lorch im Rheingau. Und da findet jedes Jahr und so auch 2017 wieder das Musikfestival Tropen Tango statt: Im magischen Dreieck zwischen Natur, Freunden und mitten im Sound. 5 Bühnen, Kultur auf dem Acker mit Kleinkunst und Workshops, WandelWald mit Wandlungspforten, Giraffen im Wald, Kinderspace und jede Menge Mucke.

Ich gestehe, ich war auch noch nicht da – aber ich hab ein paar Kumpels, die sind Musik- und Festival-süchtig, Dauerbesucher bei Rock am Ring und anderen ähnlichen Veranstaltungen. Die haben mir vom Tropen Tango vorgeschwärmt.

Vorletztes Wochenende hat mich schon das Musikfestival Heimspiel Knyphausen in Eltville-Erbach begeistert. Als meine Mutter die Bilder davon sah fühlte sie sich an Woodstock erinnert. Ich find’s klasse, dass wir neben dem eher klassisch-konservativen Rheingau-Musik-Festival auch solche alternativen Festivals zu bieten haben. Und der Tropen Tango scheint mir besonders alternativ zu sein.

Zur Einstimmung empfehle ich die Facebook-Seite der Veranstalter. Und eine Übersicht der erwarteten Künstler gibt’s auf der Webseite.  Zudem findet ihr auf Youtube jede Menge Videos aus den Vorjahren.

   

Übrigens suchen die Macher noch Unterstützung – ihren Aufruf will ich mit euch teilen. Vielleicht finden sich hier ja noch ein paar Interessenten.

Das Boot ist noch nicht voll!
Dieses Festival wird gemacht von vielen Musikfans & Action-Freaks
da kannst DU auch dabei sein!
Jeder kann mitmachen, ob Kartoffeln schälen, ein Schloß bauen oder was völlig Neues erfinden!
Dafür gibt’s garantiert keine Kohle, vielleicht ne Anstecknadel, auf jeden Fall aber mehr zu futtern als ein Astronautenfrühstück, neue Freunde, ne hotte Zeit, jede Menge Geschichten…
…und das Tropen-Tango-Festival 2017 !!!

Wer kann – hingehen! Solche coolen Veranstaltungen müssen besucht und unterstützt werden. Folgt dem Aufruf der Tropentangotänzer:

Wir sind ein sehr junges Festival, ein zartes Pflänzchen, auf einsamen Höhen den rauen Winden ausgesetzt. Dieses Festival-Pflänzchen braucht Schutz und Pflege, liebevolle Aufmerksamkeit ( social awareness ) und Förderung. Deswegen bitten wir alle daran mitzuhelfen – als Organisation, als Gast und Gästin, als Mitbürger und soziales Umfeld. Kunst und Feste gehören zusammen, gute Stimmung kommt nicht aus der Retorte, gutes Klima, gute Gegend auch nicht. Wir möchten alle Beteiligten ermuntern alles zu tun, was zum Gelingen unserer 3 glorreichen Tage beiträgt.  3 Tage für’s Glück. Und Frieden.

Ausflug zum Wispersee

Foto: DigiAtel Heibel

Die Rheingauerin Petra Weiler ist leidenschaftliche Mountainbikerin und Bike Guide. In ihrem Blog berichtet sie über ihre vielen tollen Touren in und um den Rheingau. Eine davon geht an den Wispersee – ein 200 Meter langer Stausee in der Nähe von Heidenrod. Und auf diese Tour will ich euch hier Lust machen.

Ein bisschen was zur Lage des Wispersees: der nächste Ort ist Wisper, das viertkleinste Dorf von Heidenrod. Der Wispersee liegt westlich des Ortes.Wisper liegt zwei Kilometer von der Wisperquelle entfernt in Hanglage oberhalb des südlichen linken Ufers der Wisper. Wir befinden uns hier an der Grenze des Wispertaunus. Umgeben ist Wisper vom Mappershainer Kopf im Norden, dem mit 548 Meter höchsten Berg des westlichen Hintertaunus, dessen südliche Schulter als Wisperer Kopf auf den Ort herabblickt, während im Süden der Röderkopf und im Osten die Platte liegen.

Die Radtour zum Wispersee hat es in sich: Petra vergleicht sie mit einer kleinen Alpenetappe. Startpunkt ihrer Tour ist Oestrich-Winkel – es gilt 750 Höhenmeter und 33 Kilometer bis zum Wispersee zu bewältigen. Die Strecke geht über die Wickersheller Brücke, die Wisperstraße entlang, bietet viele Serpentinen und belohnt schließlich mit einem wunderschönen Rastplatz am Wispersee zwischen Wiesen und Bäumen.

Rückwegs geht es am linken Ufer der Wisper entlang hinauf zum Schmandkopf, runter nach Niedergladbach und wieder bergauf zum Erbacher Forsthaus. Schließlich dann über die Hallgarter Zange zurück nach Hause. Wenn ihr das geschafft habt, werdet ihr wohlig ermattet und sehr glücklich sein.

Die detaillierte Beschreibung der schönen Tour findet ihr hier. Und wer nicht allein fahren will, der nimmt einfach mit Petra Kontakt auf.

Liebe Petra – vielen Dank für die Bereitstellung deiner Bilder (sind auch alle auf Petras Blog zu finden).

 

 

Pilgern auf dem Klostersteig

Der Rheingauer Klostersteig ist ein relativ neuer Wanderweg, der vom Kloster Eberbach an insgesamt 6 Klöstern vorbeiführt und in Aulhausen endet. Die Strecke beträgt ca. 30 km und kann von geübten Wanderern sicherlich an einem Tag bewältigt werden. Angenehmer sind zwei. Hat man alle 6 Klöster besucht, erhält man am Ende in Aulhausen das Eberbacher Pilgerkreuz.

   

Ich hab’s geschafft. Mit meiner Freundin Eva und den Hunden Alfons und Seppl sind wir an zwei Tagen den Klostersteig im Rheingau gelaufen.  Es war großartig, es war wunderschön, es war heiß und es war anstrengend.

Das Fazit in Zahlen:
Insgesamt 34 Kilometer Fußmarsch. 2 Frauen, 2 Rüden, 14 Zecken von den Hunden geklaubt, 2 davon mit Pinzette, 1 Bienenstich (ich!), 2 Blasen (Eva), 6 Kloster, 6 Stempel im Pilgerpass, 2 Pilgerkreuze erarbeitet, 24 supernetten Menschen begegnet ebenso wie 3 Rehen.

Wir sind nun alle vier nicht so die spirituellen Geister, wir hatten auch keine Probleme zu verarbeiten oder große Entscheidungen zu fällen – wir wollten uns einfach mal eine kleine Auszeit vom Alltag nehmen, gemeinsame Zeit verbringen und mit unseren Hunden auf Tour gehen.

Neben Weg und Wanderung war unsere Übernachtungseinkehr das größte Highlight – wir haben einen kleinen Umweg nach Stephanshausen eingebaut, um dort im Landgasthaus König zu übernachten. Ich kann’s nur empfehlen. Ich bin in meinem Leben selten so herzlich begrüßt und bewirtet worden wie hier, ganz zu schweigen von der sensationellen Vesper, die uns abends serviert wurde.

   

Zum Klostersteig selbst: wir sind am ersten Tag am Kloster Eberbach gestartet, gleich den ersten Stempel in den Pilgerpass gedrückt und dann sofort bergauf. Heißt ja auch Steig! An dem Tag erreichte das Thermoter 35 Grad. Die waren auf den wunderschönen Waldwegen gut zu ertragen, dennoch haben wir langsam gemacht. Nach etlichen Stunden und 10 km Marsch erreichten wir die Pfingstbachwiesen (Oestrich-Winkel) – ich hab unsere Hunde selten so glücklich gesehen. Nicht nur sind sie direkt in den Bach gesprungen – als wir an den Teichen vorbeikamen, sind sie da auch noch reingehüpft.

Den zweiten Stempel gab’s nach 14 km dann endlich in der Basilika von Schloss Johannisberg. Das war gefühlt die härteste Wegstrecke. Nie hat eine Apfelsaftschorle besser geschmeckt als an diesem Nachmittag.

Am zweiten Tag sind wir dann von Stephanshausen einen wunderschönen Weg am Bach entlang bis zum Kloster Marienthal gelaufen. Es regnete ein bisschen, was wir nach dem heißen Vortag als sehr angenehm empfanden. Das schöne auf diesem zweiten Teil der Strecke: die Klöster liegen näher beieinander und man kommt schneller an seine Stempel. Das gibt einem so ein befriedigendes Erfolgserlebnis. Und die Klöster sind alle wunderschön. Kloster Nothgottes kannte ich noch gar nicht, hier haben wir uns ein bisschen länger aufgehalten und die absolute Stille genossen.

Beeindruckend war das Draufzulaufen auf die Abtei St. Hildegard (Rüdesheim) – man kommt von unten durch die Weinberge hoch. Ich finde dieses Kloster einfach wunderschön. Und der Empfang dort war absolut entzückend, sowohl wir als auch unsere Hunde wurden aufs herzlichste begrüßt. Hier gab’s dann erstmal eine kalte Johannisbeerschorle und ein Pilgerbrötchen (aus dem Kloster Café).

Danach weiter bergauf Richtung Aulhausen zum Kloster Marienhausen. Hier wurden wir zum Schluss der Strecke nochmal von sehr abwechslungsreichen und wunderschönen Strecken auf kleinen Trampelpfaden durch und am Wald entlang belohnt.

Insgesamt eine sehr schöne und sehr empfehlenswerte Strecke, die man vielleicht besser im Frühjahr oder Herbst laufen sollte und nicht unbedingt wie wir bei über 30 Grad. Die Aussicht auf den einzelnen Streckenabschnitten ist jedesmal wieder atemberaubend.

Noch ne Info: Es gibt ausreichend Gelegenheiten Wasser nachzufüllen (wir sind jeder mit 2,5 Liter pro Frau-Hund-Team gestartet und haben bei jeder Gelegenheit aufgefüllt). An jedem Kloster sind Toiletten verfügbar. Und allzu viel Proviant muss man nicht mitnehmen, es gibt ausreichend Möglichkeiten sich zu versorgen (u.a. Hallgarter Zange, Johannisberg, St. Hildegard).

   

Zur Vorbereitung gibt’s hier jede Menge Infos.

Cooles Kiedrich

Ich mag Kiedrich. Und das hat ganz viele Gründe. Zum einen wohnt eine meiner liebsten Freundinnen dort. Mit der geh ich gerne mal an den Weinprobierstand. Der liegt geschützt in einer Senke, im Sommer ist es deshalb sehr angenehm dort. Außerdem kann man von dort wunderbare Spaziergänge machen, mit und ohne die Hunde.

 

Besonders gerne laufe ich von der Klostermühle den Weg hoch bis zur Burgruine Scharfenstein. Der Weg ist weitestgehend asphaltiert, was bei Schlammwetter von Vorteil sein kann.

Warum Kiedrich cool ist? Im Sommer ist’s hier ein bisschen kühler als unten am Rhein und abends hat man länger Sonne. Und kaum ein anderer Ort im Rheingau ist so entspannt. Hier hab ich noch nie erlebt, dass ich wegen der Hunde mal angeblökt werde. Egal wo man hinkommt, man hat das Gefühl jeder kennt jeden, jeder mag jeden. Ob Straußwirtschaft, Hundewiese oder Supermarkt. Der Tennisclub ist klein und familiär, die Sprudelfunken (der Karnevals-Verein) wissen jede Jahreszeit zu feiern, nicht nur die fünfte.

All meine Freunde und Bekannte, die dort wohnen, empfinden genauso wie ich und lieben ihr Kidderich. Und besonders cool ist der Bürgermeister, der Winfried Steinmacher, seines Zeichens Winzer und SPD-ler – und so beliebt im Ort, dass keine der anderen Parteien überhaupt einen Gegenkandidaten aufstellt wenn mal Wahlen sind (Hab grad gehört, dass die CDU dieses Jahr doch jemanden aufstellt).

Und Essen und Trinken kann mir hier auch ganz hervorragend – mit Hunden ist man bei der Ursel besonders willkommen. (Gutsausschank Kroneberger-Schäfer). Ich kenne niemanden sonst, der seinen Hundegästen eine handvoll Gehacktem zusteckt. Ich mag’s auch beim Gutsauschank Münz-Albus, beim Stassen, beim Sohlbach, beim Speicher-Schuth, beim Bur…owei, ich hab bestimmt wen vergessen.

Neu dazu gekommen sind der Ginkgogarten und der Kiedricher Hof (ehemals Café Denne). Also ausreichend Möglichkeiten zu schlemmen und zu genießen. Und dabei hab ich euch von all den Festen in Kiedrich noch nicht erzählt. Aber das dann ein andernmal.

Rheingau-Informationsmaterial für jeden

Gut informiert durch den Rheingau – dafür sorgt Kulturland Rheingau e.V. mit einer Vielzahl an informativen Broschüren, Flyern und seit kurzem einem Pocket Guide mit den Weinprobierständen für Wiesbaden und Rheingau 2017. Das gesamte Material ist sowohl für Besucher als auch Bewohner des Rheingaus lesenswert und hilfreich. Ich hab mir alle mal besorgt und gesichtet – echt guter Lesestoff.

Der neue Weinprobierstand-Pocket Guide ist ein praktisches kleines Teil, das in jede Hosen-, Jacken- und Handtasche passt. Das handliche Heftchen listet alle Weinprobierstände von Lorch über Wiesbaden bis Flörsheim auf und zeigt auf einen Blick, wer, wann, wo ausschenkt. Ob am Rhein oder in den Weinbergen. Ein Besuch lohnt sich immer – jeder einzelne der 22 Weinprobierstände hat etwas besonderes – vom wunderbaren Blick über Rhein und Weinberge (Rauenthal), großer Liegewiese direkt am Rhein (Hattenheim) oder leckeren Speisenangeboten (Martinsthal).

Aber auch die anderen Broschüren sind klasse – zum Beispiel der Schlemmerwochenführer (den gibt‘s nächstes Jahr bestimmt auch wieder) oder die Broschüre zu allen Weinfesten. Richtig gut finde ich das zweisprachige (deutsch und englisch) Gastgeberverzeichnis, in dem nach Orten alle Hotels und Gaststätten aufgeführt sind.

Die Imagebroschüre „Mit allen Sinnen – Mehr genießen“ spricht eher Rheingauer Gäste an, gibt hilfreiche Tipps und Ideen für Touren und Freizeitgestaltung. Lust auf den Rheingau machen sie allen.

Das Heftchen Kulturhistorische Sehenswürdigkeiten, ebenfalls in deutsch und englisch, bietet sicherlich so manchem Rheingauer auch noch die ein oder andere Information, und wenn’s nur als Auffrischung vergessenen Wissens ist. Ebenfalls für Dauer- wie Gast-Rheingauer ist der Veranstaltungsführer, mit dessen Hilfe man garantiert keines der großen Feste in der Region verpasst.

Es gibt noch viele mehr: Führer für Wanderungen oder Radtouren, den Klostersteig-Führer sowie zahlreiche Landkarten als Faltkarten. Die meisten Daten sind online verfügbar und können hier runtergeladen oder bestellt werden. Oder ihr ladet euch direkt die coole Kulturland Rheingau App aufs Handy – je nach dem was ihr für ein Smartphone habt, einfach auf den Button klicken:

 

Chillen am Strand von Geisenheim

Die Strandperle in Geisenheim lädt seit fünf Jahren zum Chillen, Sonnen und Schlemmen ein. Was ursprünglich mit dem Angebot von Stand-up-Paddling-Kursen anfing, hat sich vom kleinen Getränke- und Snackstand auf Sand zu einer echt coolen Location  entwickelt. Heute sieht die Strandperle so aus, wie sie von den Betreibern erhofft und gewünscht war: feiner Sandstrand, viele Sitz- und Liegemöglichkeiten, schöne Deko, die ein gemütliches Ambiente erzeugt, eine coole Hütte, für die es im Winter ebenfalls Einsatzmöglichkeiten gibt und eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit zahlreichen Winzern aus der Umgebung.

Die Zahl der Gäste wächst – wo anfangs vornehmlich sehr junge Leute die Strandperle besuchten, kommen heute mehr und mehr Ü30er und Ü40er, um einen entspannten Abend auf den Loungemöbeln zu verbringen.

 

Besonders gut kommt der Mittwoch-Abend an, wenn die Winzer aus der Umgebung den Weinstand (=Weinstrand) auf dem Gelände des Beach Clubs nutzen, um ihre Weine zu verkaufen. Jede Woche ist ein anderer Winzer da – man kann sich also den ganzen Sommer durch die verschiedenen Weingüter probieren und das in möglichst lässiger Haltung auf der Sonnenliege.

Zu essen gibt’s natürlich auch, zum Beispiel den Strandperle-Burger oder leckeren Flammkuchen. Aber was ich besonders cool finde ist, dass man sich an manchen Tagen auch sein eigenes Grillgut mitbringen darf.  Die Grills stehen parat und dürfen von allen Gästen genutzt und belegt werden. Frei nach dem Motto: Erst selber Grillen dann gemeinsam chillen.

Überhaupt vermittelt die Location ein bisschen Urlaubsfeeling. Tagsüber kann man sich wunderbar auf den Liegen ausbreiten und ein relaxtes Sonnenbad genießen. Badefeeling gibt’s auch – das Wasser liegt direkt vor der Strandperle, in wenigen Schritten kann man es glitzern sehen. Und wenn’s richtig heiß ist – einfach Schirm aufspannen, kühle Getränke schlürfen oder unter einem der gespannten Segel im Schatten gemütlich schlummern.

Hier übrigens noch die Übersicht der teilnehmenden Winzer am Weinstrand und wann wer da ist:

 

Lecker auf dem Niederwald

Die nun seit gut einem Jahr bestehende neue Niederwald-Gastronomie kann sich freuen – es läuft gut da hoch oben über Rüdesheim. Geschäftsführer Peter Häfner ist zufrieden. Und die vielen Gäste, die dort hinkommen sind es auch. Den Eindruck macht es auf jeden Fall!

 

Das Potential des über 300 Meter hoch gelegenen Restaurants mit einmaligen Ausblick auf Rüdesheim und den Rhein hat Häfner bereits beim ersten Besuch erkannt. Der moderne Neubau entstand nach dem Abriss des betagten Vorgängers an fast gleicher Stelle. Bis zu 100 Gäste finden Platz im mit viel Holz und hochwertigem Mobiliar ausgestatteten Restaurant. Dabei können die Gäste durch riesige Panoramascheiben bis runter auf den Rhein schauen. Die vorgelagerte Restaurant-Terrasse bietet sogar 200 Sitzplätze und somit Platz für viele Genießer.

Im Restaurant sorgen Restaurantleiterin Silke Piazza und ihr Ehemann Lorenzo, der als Koch mit italienischen Wurzel das Sagen in der Küche hat, für gutes Gelingen. Vom Niederwaldburger, einem Octopussalat oder Penne mit Basilikum-Pesto bis hin zu deutschen Klassikern macht die Küche Lust auf gehobenen Genuss.

Regionales wird hier groß geschrieben: es gibt natürlich offene Rot- und Weißweine von Rheingauer Spitzenweingütern, und die Geisenheimer Patisserie Pretzel liefert täglich frischen Kuchen nach oben.
Neben dem Angebot für die Tagesausflügler bietet die Niederwald-Gastronomie einen ganz besonderen Rahmen für Veranstaltungen aller Art. Ob Empfänge, kulinarische Weinproben, Hochzeiten, Geburtstage oder ein romantisches Silvesterfest – das Niederwald-Team ist für jeden Anlass gerüstet.

Und von November bis Januar steht die Almhütte als rustikale Event-Location zur Verfügung. In der urgemütlichen Almhütte ist  mit 70 Sitzplätzen reichlich Platz fürs fröhliche Feiern im Alpen-Stil.

Hinauf auf den Berg kommt man zu Fuß, über die gut zu gehenden Weinbergwege, per Seilbahn oder mit dem Auto. Die Bergstation der Rüdesheimer Seilbahn und ein großer Parkplatz liegen nur wenige Gehminuten vom Restaurant entfernt. Übrigens: Einen kleinen Feinschmeckerladen gibt es jetzt auch auf dem Berg. Hier sind lokale Weine und andere Köstlichkeiten zu fairen Preisen zu haben.

Für die Zukunft hat Peter Häfner sich vorgenommen, neben den Gästen aus aller Welt vor allem auch den Rheingauern und den Bewohnern des Rhein-Main-Gebietes ein innovativer Gastgeber zu sein. Mit regelmäßigen Events will er die Menschen mit Lust am guten Leben begeistern. So ist bereits für den 31. August 2017 eine große Bergparty geplant, bei der sich alles um die Farbe „Weiß“ drehen wird. Den 4. November 2017 sollten sich die Freunde des Hütternzaubers fest in die Kalender eintragen, denn dann ist die Almhütte wieder aufgebaut und feiert Saisonauftakt mit Fassanstich und Blasmusik.